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Jugendschutz

Alkohol und Tabak zu leicht erhältlich

Stadt und Polizei ziehen Bilanz nach Testkäufen

Von 
Lukas Heylmann
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Alkohol ist für Jugendliche in Schwetzingen offenbar schwerer erhältlich als Tabakwaren. © Jens Büttner/dpa

Die Bilanz des städtischen Ordnungsamts und des Schwetzinger Polizeireviers fällt gemischt aus – in einer Aktion haben Jugendliche am vergangenen Donnerstag gezielt versucht, in der Stadt harten Alkohol und Zigaretten zu kaufen. Oftmals waren diese Versuche erfolgreich, für die betreffenden Geschäfte zieht das Anzeigen und Bußgelder nach sich.

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Für die Kontrollaktion waren zwei Teams aus je einem Mitarbeiter des Ordnungsamts, drei Polizeibeamten und einem jugendlichen Testkäufer unterwegs. Am Nachmittag und Abend hatten die 17-jährigen Jugendlichen in Tankstellen, Kiosken und in Supermärkten versucht, Tabakwaren und harte Spirituosen zu kaufen. Bei insgesamt 19 Versuchen, so schreibt es die Stadt in einer Pressemitteilung, kam es zu elf Verstößen.

Tankstellen besonders nachlässig

Auf Nachfrage der Redaktion teilt Andrea Baisch, Pressesprecherin der Stadt, mit, dass die Jugendlichen in fünf von sechs Versuchen problemlos Tabakwaren kaufen konnten. Beim Alkohol waren von 13 Versuchen sechs erfolgreich.

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Auch bei den kontrollierten Geschäften gab es Unterschiede. So war es den Testkäufern in 80 Prozent der ausgewählten Tankstellen möglich, die normalerweise ab 18 erhältlichen Waren zu kaufen. In den Supermärkten und Kiosken fällt die Bilanz in Sachen Jugendschutz etwas besser aus. Nur bei der Hälfte der Geschäfte waren die Kaufversuche von Erfolg gekrönt.

„Unsere Bilanz fällt gemischt aus“, teilt das Ordnungsamt laut Pressemitteilung der Stadt mit. „Und das, obwohl die Jugendlichen auf Nachfrage verpflichtet waren, ihr wahres Alter anzugeben und den Personalausweis vorzulegen.“

In den elf Fällen, in denen es zu Verstößen kam, gab es mit dem Verkaufspersonal im Nachgang aufklärende und beratende Gespräche und die Aufnahme der Personalien durch Ordnungsamt und Polizei, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Bei denjenigen Verkaufsstellen, die sich korrekt verhalten haben, sei ein Lob für das umsichtige und richtige Verhalten ausgesprochen worden.

Das Bußgeld, mit dem die Verkaufsstellen rechnen müssen, die zu lax mit dem Jugendschutz umgegangen waren, geht es um Beträge zwischen 100 und 500 Euro, so Pressesprecherin Baisch.

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