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Im Gespräch

Anano hat wunderbare Werke mitgebracht

Von 
Jürgen Gruler
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Die georgische Künstlerin Anano Koplatadze zeigt auf dem Handy eins ihrer Werke. Galerist Michael Hampel freut sich auf die Ausstellung im Wasserturm. © Gruler

Plankstadt/Schwetzingen. Gerade werden noch die letzten Bilder gerahmt und gehängt im Plankstadter Wasserturm, dann ist alles angerichtet für eine schöne Kunstausstellung. Der Schwetzinger Galerist Michael Hampel lädt am Freitag, 13. Mai, um 18 Uhr zur Vernissage ein. Gezeigt werden Werke georgischer Künstler. Ein Gutteil der Ausstellung ist Anano Koplatadze gewidmet, die auch selbst vor Ort sein wird. In Plankstadt ist sie keine Unbekannte, hat sie doch schon im Jahr 2017 hier ausgestellt und war selbst vor Ort. Übrigens waren anschließend alle ihre 25 Werke verkauft.

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Auch diesmal ist Anano Koplatadze eigens aus Tiflis angereist, um über die Ausstellungstage ihre Kunst zu erklären und mit Kunstinteressierten ins Gespräch zu kommen. Da sie in ihrer Heimat auch als Reiseführerin tätig ist, spricht sie perfekt Deutsch. Werke von sechs weiteren Künstlern aus Tiflis – alle ausgebildet an der renommierten Kunstakademie dort und eng verbunden mit der Galerie Hampel – werden ausgestellt, auch wenn sie nicht persönlich da sein können.

Die Künstlerin ist sehr froh, wieder in Deutschland zu sein. Die Corona-Jahre waren auch für sie nicht leicht. Die Reisegruppen aus Deutschland sind ausgeblieben, viele Galerien in der Hauptstadt Tiflis sind geschlossen. „Oft interessieren sich Teilnehmer meiner Rundreisen für meine Kunst und kaufen ein Bild, um es mit nach Deutschland oder Österreich zu nehmen. Von mir hängen deutlich mehr Bilder im Ausland als in meiner Heimat“, erzählt sie. Früh hat sie ihre Liebe zum Malen entdeckt, die Eltern hielten es für einen Spleen, aber sie wollte unbedingt in einem Atelier in der Nachbarschaft das Malen lernen: „Die beiden dort tätigen Künstler haben mir viel beigebracht, das war mein Grundstock, um mit 17 an der Akademie aufgenommen zu werden, die sie mit dem Diplom abgeschlossen hat. Deutsch hat sie bei einem zweimonatigen Aufenthalt in Aachen gelernt, bis heute ist sie immer wieder gerne hier zu Besuch. Für Michael Hampel, der ja viele Jahre für Heidelberg Cement in Georgien war, führte sie viele Delegationen durch die Hauptstadt und durchs Land. Anano liebt ihr Land, malt vor allem Landschaftsbilder in einem manchmal naiven Stil.

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Zur Vernissage hat sich Prominenz angekündigt: Levan Gvachliani, der Generalkonsul Georgiens in Stuttgart, spricht zur Ausstellungseröffnung. Bürgermeister Nils Drescher begrüßt die Gäste und Anano Koplatadze erläutert ihre Kunst. Und am Samstag gibt’s noch eine besondere Weinprobe. Der Deutsche Hilarius Pütz betreibt in Georgien ein Top-Weingut und stellt zwischen 16 und 18 Uhr seine edlen Tropfen vor. Lassen Sie sich also von den georgischen Freunden verzaubern.

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.

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