Serie Fundstücke (Teil 16) - Die alte Hirschackerschule an der Rheintalstraße wurde 1962 fertiggestellt und 1987 abgerissen Bau kostete damals 38 000 Euro

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ali/kaba
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So sah die alte Hirschackerschule an der Rheintalstraße aus. Sie stand nur 25 Jahre. © Archiv

Das Foto, das sich beim Ausräumen anlässlich des Umzugs unserer Redaktion fand, zeigt ein Gebäude, das es längst nicht mehr gibt. An Ostern 1962 wurde die Grundschule – damals Volksschule – im Hirschacker eingeweiht.

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Das Gebäude an der Rheintalstraße am südlichen Zipfel des Stadtteils war vom Stadtbauamt geplant und der Bau am 17. Oktober 1960 begonnen worden – damals noch unter Bürgermeister Hans Kahrmann, der seit 1954 amtierte und an Heiligabend 1961 verstarb. Die Einweihung der aus vier Klassen bestehenden Hirschacker-Schule vollzog dann sein Nachfolger Kurt Waibel, der 1962 gewählt worden war und bis zu seinem Tod am 23. September 1981 Schwetzingens Bürgermeister war.

1987 wurde das Schulgebäude nach 25 Jahren Betrieb abgerissen und das neue Schulhaus am Akazienweg eingeweiht. Zur Einweihungsfeier vom 26. Juni 1987 zitierte Walter Röthinger den Rat eines Freiburger Professors und erinnerte damit an die alte Hirschackerschule, die wiederum 25 Jahre zuvor eröffnet worden war: Es sei langsam an der Zeit, so Röthinger, bei den Schulbauten mit „Kühlschränken und Fabriken“ aufzuhören und gute Entwürfe in die Wirklichkeit umzusetzen. „Dies ist im Hirschacker gelungen, es ist eine Schule entstanden, die die Leute anmacht“, zitiert diese Zeitung Röthinger 1987 lobend zum Zehn-Millionen-D-Markt-Projekt.

Walter Röthinger war bereits 1966 in den Hirschacker gekommen. Damals stand dort noch der eingangs erwähnte Pavillon-Bau, eine Volksschule mit ursprünglich vier Klassenräumen und großen Fensterfronten, die den Blick auf die benachbarten Spargelfelder freigaben. 38 000 D-Mark hatten die Baukosten ohne Schulmöbel damals betragen. ali/kaba