Schulweg

Baumann: Gerade in der dunklen Jahreszeit braucht es sichere Schulwege

Landesprogramm „Movers“ berät und unterstützt Schulen und Kommunen bei der Umsetzung eines Mobilitätsmanagements

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zg
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„In den letzten Monaten habe ich viele Gespräche mit Eltern und Schulen geführt. In diesen wurde mir berichtet, dass durch so genannte Elterntaxis Schulwege der Kinder nicht sicherer, sondern unsicherer werden,“ sagt Dr. Andre Baumann, Landtagsabgeordneter der Grünen. Baumann begrüßt, dass das Land Baden-Württemberg für dieses Dilemma das Landesprogramm „Movers – Aktiv zur Schule“ entwickelt hat.

„Gerade in der dunklen Jahreszeit braucht es attraktive und sichereSchulwege für Kinder und Jugendliche. Wenn das Elterntaxi in der Garage bleiben soll, muss der Weg in die Schule zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Rad gefahrlos möglich sein. Gute Schulwegpläne sind eine wichtige Voraussetzung dafür. Ich begrüße es sehr, dass Schulwegpläne für alle Grundschulen und weiterführenden Schulen verpflichtend sind und regelmäßig aktualisiert werden müssen. Das Land stellt hier das digitale Tool Schulwegplaner-BW zur Verfügung.“

Problemstellen ermitteln

Schulwegpläne sind die Empfehlungen für eine sichere Route von Wohngebieten in eine Schule. Schulen überprüfen gemeinsam mit Kommunen und Polizei, welche Wegstrecken die Schülerinnen und Schüler nutzen und welche Problemstellen es an diesen Strecken gibt. Baumann weiter: „Bei der Erstellung von Schulwegplänen geht es zunächst darum, für Gefahrenstellen zu sensibilisieren: Wo hält der Bus? Wo kommen sich Radfahrer und Fußgänger in die Quere? Wo sind Straßenquerungen? Als Nächstes geht es darum, Lösungen zu finden: Zum Beispiel eine Bushaltestelle zu verlegen, Schülerlotsinnen einzusetzen oder Radwege einzurichten. Manchmal helfen schon kleine Maßnahmen, etwa einen zu hohen Bordstein vor dem Fahrradabstellplatz der Schule abzusenken.“ Und: „Von sicheren Wegen profitieren nicht nur Schülerinnen und Schüler. Meine Überzeugung ist: Wenn Kommunen für sicherere Fuß- und Radwege zu den Schulen sorgen, erhält die Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr insgesamt mehr Aufmerksamkeit. Das kommt dann auch vielen anderen Verkehrsteilnehmerinnen zugute.“

Das Landesprogramm „Movers – Aktiv zur Schule“ unterstützt Schulen und Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen des schulischen Mobilitätsmanagements. Das Programm wurde unter Federführung des Ministeriums für Verkehr gemeinsam mit dem Innenministerium und dem Kultusministerium konzipiert. Das Projekt wird auf Landesebene von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) koordiniert. „Movers – Aktiv zur Schule“ zielt darauf ab, die sichere Mobilität von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zur Schule zu stärken. Verschiedene Bausteine, wie etwa die Bike-Pools, das Stadtradeln oder die Förderung von Radabstellanlagen, werden gebündelt. Das Ziel: ein übergreifendes Angebot für Schulen sowie dessen wirkungsvolle Umsetzung. zg