Schimper-Schule - Lehrerinnen übernehmen den Job der Kinder / Hoffen auf fleißige Helfer beim Pflanzen Beete lassen sich nicht virtuell beackern

Von 
Regine Bertram
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Die Lehrerinnen Regine Bertram, Angela Drescher, Christina Krupp und Bettina Spiess kümmern sich um das Gartengelände der Schimper-Schule. © Bertram

Viele Aktivitäten an der Karl-Friedrich-Schimper-Gemeinschaftsschule (KFS) können nach wie vor nicht stattfinden. Zwar hatten die Abschlussklassen und die Klassen 5 und 6 vor den Osterferien wieder Präsenzunterricht, doch das Angebot ist unter Einhaltung der Hygieneregeln auf die wichtigsten Fächer beschränkt. Alles andere muss virtuell stattfinden.

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Das klappt allerdings nicht bei allem: So wartet der Gemüseacker der Schule auch dieses Frühjahr wieder auf seine Bearbeitung, bevor Ende April die ersten Pflanzen eingesetzt werden können. Pflege und Gestaltung liegen eigentlich in den Händen der Schüler, die innerhalb des Unterrichts mit Angela Drescher das Gelände beackern. Ende März trafen sich eine Hand voll Kolleginnen der KFS im Gemüsegarten und tauschten Webcam und Tastatur gegen Rechen und Spaten. Mit entsprechendem Sicherheitsabstand von zwei Spatenlängen wurde so die Erde auf die neuen Pflanzen vorbereitet. „Bald werden hier wieder Kartoffeln, rote Beete, Fenchel und Mangold wachsen“, plant Angela Drescher. Die „Gemüseackerdemie“, das Bildungsprogramm, mit dem die Schule zusammenarbeitet, hat zugesichert, trotz Corona-Krise die Schulen mit Pflanzen zu beliefern. Ob die Aussaat von Schülern mitbetreut werden darf, bleibt ungewiss. „Beim Pflanzen braucht es fleißige Helfer und wir hoffen, dass die Schüler wieder mitmachen dürfen“, ergänzt Angela Drescher. „Hier können die Kinder sehen, dass trotz allem Stillstand die Natur ihren Lauf nimmt.“