SPD - Daniel Born kritisiert die grün-schwarze Regierung für „verlorene Jahre für die Bildung“ Betreuung braucht Fachkräfte

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Pm Büro Born
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In einem Online-Talk der SPD Schwetzingen sprach der Landtagsabgeordnete Daniel Born über die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg.

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„Grün-Schwarz waren fünf verlorene Jahre, die Bilanz ist ernüchternd: Die Grundschulen haben bei Weitem nicht die Lehrkräfte und Unterstützung, die sie brauchen, an den Sozialpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und bei der Inklusion führt der Fachkräftemangel zu prekären Verhältnissen. Die Schulstruktur an der Sekundarstufe ist für Eltern und Kommunen noch unübersichtlicher geworden und an den Gymnasien und beruflichen Schulen fehlt Personal“, fasst der SPD-Mann zusammen und ergänzt: „Besonders verheerend ist aber das Versagen der Landesregierung in der Politik für frühkindliche Bildung. In den Kitas wird so intensiv gearbeitet und das Beste gegeben und die Kultusministerin schnarcht bei der Qualitätsunterstützung, bei der Fachkräfteoffensive und beim Ausbau der Kitaplätze.“ Born, der Sprecher für frühkindliche Bildung seiner Fraktion und Mitglied im Bildungsausschuss ist, thematisierte einen stattgefundenen runden Tisch, bei dem Verbände auf Initiative der SPD mit ihm und dem Spitzenkandidaten der SPD, Andreas Stoch, ins Gespräch kamen, da sie sich von der Regierung nicht mehr gehört fühlten. „Momentan sehen wir wie durch ein Brennglas, wo es überall mangelt. Von der einen akuten Situation laviert man sich nur in die nächste, anstatt konkrete Notsituation zu lösen – das ist keine handlungsfähige Bildungspolitik, sondern eine große Last für Erzieherinnen, Eltern und Kinder“, so Born.

Bei der gut besuchten Online-Veranstaltung, die unter der Überschrift „Gute Rezepte für Bildung und Betreuung“ lief, unterstrich der Schwetzinger Abgeordnete, dass dringend mehr Fachkräfte gebraucht würden. Der Ausbau hake nicht nur räumlich, sondern vor allem personell. Die gute Betreuungsquote verschleiere, dass in diesem Bereich viele Probleme durch Überstunden kaschiert würden und die fehlerbehafteten Berechnungsgrundlagen die tatsächlichen Ergebnisse nur beschönigten. Junge Menschen interessierten sich für diesen Beruf, scheiterten jedoch am Zugang – trotz hoher Nachfrage gebe es immer noch zu wenig Studienplätze.

Das lebenslange Lernen sei für eine 78-jährige Fragestellerin der Diskussion großer Bestandteil ihrer Karriere gewesen. Für sie sei es nicht nachvollziehbar, dass für die Finanzierung von Bildung als essentieller Bestandteil der staatlichen Aufgaben Eltern herangezogen würden. Sie gab zu Bedenken, dass Schulen auch gebührenfrei seien – und das mit gutem Grund. Kita-Gebühren seien nichts anderes als eine Familiensteuer, kommentierte Born. Für ihn bedeute die gebührenfreie Kita eine Investition in den Qualitätsausbau.

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Alle Teilnehmer der Diskussion waren sich einig, dass Familien stärker entlastet werden müssen. zg