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Schwetzinger Freie Wähler

Bürgertreff der Freien Wähler: Brücke zu den „Schwetzinger Höfen“ unabdingbar

Gemeinderatsfraktion wird dem Bau zustimmen – ein Vorhaben in der Südstadt findet in der vorliegenden Form aber keine Zustimmung

Von 
cp/zg
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Schwetzingen. Trotz der Hitze fand eine stattliche Anzahl von Besuchern den Weg zum Bürgertreff der Schwetzinger Freien Wähler (SFW) am Montag im Café Hellas. Entsprechend der langen Tagesordnung der kommenden Gemeinderatssitzung gestalteten sich die Informationen für die Zuhörer.

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So erläuterte Stadträtin Elfriede Fackel-Kretz-Keller die Gründe für die Gebührenanpassung im städtischen Kindergarten Spatzennest, die sich auf fünf Prozent belaufen. Sie machte deutlich, dass dies noch nicht der Weisheit letzter Schluss sei, da dies für die Zukunft nicht ausreichen werde und auch die tatsächliche Kostenerhöhung nicht voll umfänglich an die Eltern weitergegeben werde. Fackel-Kretz-Keller stellte zudem dar, dass Schwetzingen hier mit seinen Gebühren deutlich unter den Empfehlungen des Städtetages liegt, und daher die günstigsten Kindergartenplätze in der Region anbiete. Gleiches gelte letztlich auch für die Neukalkulation der Gebühren für die Mittagessen der kommunalen Betreuungsangebote an den Grundschulen außerhalb des Unterrichts. Da beide Anpassungen unumgänglich seien, um den Standard aufrechterhalten zu können, werden die Freiwähler dies mittragen.

In der Folge befasste sich Stadtrat Karl Rupp mit dem Bebauungsplan für den Bereich Bismarckstraße/Marstallstraße. Zusammenfassend halten die SFW das Bauvorhaben in der jetzigen Fassung, insbesondere durch die geplanten Gewerbegebäude in zweiter Reihe, für deutlich zu massiv und werden dies in der Form ablehnen. Hier gelte es, für die Verwaltung nachzubessern, denn grundsätzlich sei das Bauvorhaben ansonsten durchaus okay.

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Zum Bebauungsplan und dem Aufstellungsbeschluss für das Ausbesserungswerk Süd führte Karl Rupp aus, dass es absolut Zeit werde, dass sich hier was tut und die Stadt in die Socken kommt. Immerhin handele es sich hier um ein anerkanntes und genehmigtes Sanierungsgebiet, dessen Förderung Ende 2023 ausläuft. Die Pläne der Verwaltung hierzu seien schlüssig und können von den SFW unterstützt werden. Interessenten für eine Ansiedlung dort seien auch schon vorhanden und so gelte es zu handeln, so Rupp. Er wies aber noch extra darauf hin, dass die Wagenrichthalle 2 und die davor befindliche ehemalige Federgießerei ausgenommen werden müssten.

Schwetzinger Höfe: Chance nicht entgehen lassen

Die Rad- und Fußgängerbrücke über die Bahn von den „Schwetzinger Höfen“ in die Innenstadt soll nicht wie ursprünglich vorgestellt mit einer riesigen Rampe Richtung Bahnhof versehen sein, sondern sich auf eine sogenannte Schnecke beschränken, erklärte Elfriede Fackel-Kretz-Keller. Die Brücke sei aus Sicht der Freiwähler unabdingbar für die Erschließung des Pfaudler-Areals und den zu erwartenden Schüler- und sonstigen Radverkehrs. Die „Schwetzinger Höfe“ bräuchten einen zweiten Ausgang, insbesondere Richtung Bahnhof und ÖPNV-Anschluss, sei doch jetzt schon zu den Schulzeiten der Kreisel in der Scheffelstraße mit Radfahrern überlastet und es kommt zu erheblichen Rückstaus. „Die Kosten sind durch eine großzügige Förderzusage von Bund und Bahn sowie möglicherweise weitere zu erwartenden Zuschüsse fast vollständig gedeckt, sodass wir uns die Chance, da eine Brücke zu schlagen, nicht entgehen lassen sollten“, sagte Fackel-Kretz-Keller.

Beim Thema des zusätzlichen Finanzmittelbedarfs für den ÖPNV kam es noch zu einer längeren Diskussion über die Notwendigkeit. Grundsätzlich unbestritten, stellte sich jedoch bei den deutlich höheren Dieselkosten die Frage, ob man dem durch den Einsatz oder die bessere Koordinierung der genutzten Busse wenigstens teilweise begegnen kann. Mehrere Besucher berichteten unisono von tagsüber nahezu leeren Gelenkbussen in der Stadt, die dann doch bestimmt mehr Treibstoff verbrauchen als kleine Busse. Mit der Zusage, dies zumindest gegenüber der Verwaltung zu thematisieren endete ein langer und hitziger Bürgertreff cp/zg

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