Hilda-Café - Roswitha Goos hat französische Chansons dabei Da singen die Männer mit

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rie
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„Das war Unterhaltung vom Feinsten“, schwärmten Helga Gerlach und Bruni Büssecker am Ende der Vorstellung von Roswitha Goos im Hilda-Café. Und tatsächlich wurde die Schwetzinger Künstlerin von vielen Besuchern für die Klasse ihrer gesanglichen Darbietungen gelobt.

Roswitha Goos bezieht gerne die Herren im Publikum in ihr Programm ein – hier Robert Steffens. © Rieger
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Mit viel Witz und Können hatte die Sängerin passend zur 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen dem lothringischen Lunéville und Schwetzingen einen französischen Nachmittag mit vielen passenden Chansons gestaltet. Auch die „Deko“ passte: Französische Fähnchen an der Wand, blau-rot-weiße Servietten auf den Tischen, und auch die Sticker auf den Kuchenstückchen der fleißigen Aktiven der Freiwilligenagentur „Sei dabei“ zeigten die französische Trikolore.

Gleich von Beginn an zog Rosi Goos mit dem passendem Chansonette-Outfit der 1920er und 1930er Jahre die Zuhörer in ihren Bann. Mit schwarzem Frack, viel Charme und „Melone“ sowie ständig wechselnden weiteren Kopfbedeckungen war sie auch optisch ein Blickfang. Mit kräftiger, ausdrucksvoller, dann auch wieder weicher und angenehm gefühlvoller Stimme intonierte sie zunächst gekonnt einen Mix bekannter Songs, die in alter Zeit in Berlin, New York, Wien, Budapest und London komponiert wurden.

Begleitchor im Publikum

Bei „The Lady is a Tramp“ in deutscher Version „Ich glaub’ ne Dame werd’ ich nie“, dachte man, die „Knef“ würde persönlich singen. Nach dem bekannten „Mecki Messer“, zog sich der musikalische Ausflug dann langsam aber sicher mit Titeln wie „Merci mon Ami“, „Überall blühen Rosen“, „Bel Ami“, oder „Komm zurück, J’attendrai“ in französische Gefilde. Mehr und mehr bildete sich unter den Besuchern ein Begleitchor, der bei „Pigalle, Pigalle“ dazu führte, dass Rosi Goos gar nicht mehr selbst singen musste. „So einen flotten Chorus hab’ ich ja noch nie erlebt“, rief sie freudig, als sie sich unter ihr Publikum mischte.

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Speziell die Herren der Schöpfung hatte sie sich hierfür ausgesucht, und die machten auch sehr kokett mit. Auch der Diakonievereinschef Ulrich Kirchner befand sich unter diesen „Opfern“. Die Dankesblumen, die er ihr zum Abschluss überreichte, verband er mit den Worten, dass sie jederzeit wiederkommen dürfe. Der Applaus der Gäste zeigte, dass sie ebenfalls seiner Meinung waren. rie