„Blaues Loch“

Das "Panik Syndikat" sorgt im "Blauen Loch" Schwetzingen für Udo-Lindenberg-Stimmung

Pit „Udo“ Goss sorgt mit seinem „Panik Syndikat“ für eine Party vom Feinsten - ganz im Stil von Udo Lindenberg.

Von 
Marco Montalbano
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Begeistern mit perfekt gespielten Lindenberg-Songs und toller Bühnenshow: Deedee Masorati (v.l.), Frank Ballermann (Schlag-zeug), Sänger Pit „Udo“ Goss, Gitarrist Pasquale Controletti und Wiewie Wodka (nicht im Bild). © Marco Montalbano

Schwetzingen. Kaum zu glauben, aber Alt-Deutschrocker Udo Lindenberg geht schon auf die 80 zu. Dass seine Musik lebendiger denn je ist und nach wie vor beim Publikum Begeisterung auslöst, bewies am Wochenende die bekannte Tributeband „Panik Syndikat“ rund um Pit „Udo“ Goss.

Denn vor ausverkauftem Haus bekamen die Gäste im Johann-Welde-Saal des „Blauen Lochs“ das, was der Altmeister „Udopium“ nennt – nämlich Songs aus der Lindenberg-Feder von „Alles klar auf der Andrea Doria“ über „Woddy Wodka“, bis hin zu den großen Hits, die auch in neueren Überarbeitungen nochmals erfolgreich waren wie „Hinterm Horizont“ oder „Cello“.

Überraschungsgäste dabei

Zur Feier des Tages gab es Udo Lindenberg für alle Sinne - auch für den Gaumen. © Marco Montalbano

„Captain Mick“, Leadsänger der Rolling-Stones-Coverband „Stoned“ und der Schwetzinger Schlagzeuger Lars Auer rundeten das Programm als Überraschungsgäste ab.

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Was hätten wohl die braven Tanzschüler zur wilden Udo-Party gesagt, die vor über hundert Jahren ihre ersten Walzerschritte im altehrwürdigen Welde-Saal wagten? Sie hätten nach einem ersten Schock sicher fleißig mitgefeiert. Denn Sänger Pit „Udo“ Goss, Gitarrist Pasquale Controlletti, Schlagzeuger Frank Ballermann, Keyboarder Honkytonky Henning, Deedee Masorati an der Leadgitarre und Bassist Wiewie Wodka – wie sie sich panikgemäß nennen – gaben ab dem ersten Song „Straßenfieber“ schon alles und rissen das Publikum mit ins über 800 eigene Songs umfassende Universum des Panikrockers aus Hamburg, der seine Wurzeln in Gronau hatte.

Mit flotten Sprüchen sparte „Udo“ Goss natürlich auch nicht. Er hat den Slang seines Idol eben drauf und verkörpert ihn sehr authentisch. „Einer muss den Job ja machen“, das Lied passte und begeisterte genauso wie „Ich mach mein Ding“, „Du knallst in mein Leben“ oder das für die Location perfekt abgewandelte: „Im Blauen Loch, da brennt noch Licht“. Goss schleuderte das Mikro, zog die bekannte Schnute und trommelte mit leuchtenden Drumsticks auf alles was er fand. Und fürs Publikum gab’s Eierlikör satt. Ein rundum gelungener Abend.

Der Schwetzinger Gasttrommler Lars Auer begeisterte zwischendurch mit gerade mal 15 Jahren und „Captain Mick“ zeigte mit „Sympathie for the Devil“ und als Alice Cooper mit dem Song „No more Mr. Niceguy“ sein Können.

Besucherin Katja aus Plankstadt meinte: „Die sind einfach fantastisch – und das sage ich, obwohl ich Udo eigentlich nicht mag“. Auch Roland Strieker vom Schwetzinger Rathaus feierte privat fleißig mit. Er zeigte sich begeistert: „Sieh, das Gute liegt so nah. Toll, dass endlich wieder so viel los ist“, lobt er die Veranstalter. Pit „Udo“ Goss kommentierte den Abend so: „Besser geht‘s nicht!“ und auch „Blaues Loch“-Chef Michael Münch zeigte sich zufrieden: „Tolle ausverkaufte Party.“

Freier Autor Freier Journalist. Davor Pressereferent. Studium der Politikwissenschaft.