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Hilferuf

Das Schicksal dieses afghanischen Vaters hängt von Spenden ab

Die Schwetzingerin Raquel Rempp möchte Ain Ali zu einer neuen Leber verhelfen, auf die er dringend angewiesen ist und sucht hierfür Unterstützung. Zurzeit befindet er sich in Pakistan.

Von 
Katja Bauroth
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Hier ging es dem Familienvater noch etwas besser. Das Foto zeigt den schwerkranken Ain Ali mit seinen kleinen Töchtern Firishta und Morsal. © Ali

„Es steht sehr schlecht um Ain Ali – er braucht dringend die Operation und ich kann sie nicht zusagen, weil ich das Geld nicht habe.“ Raquel Rempp schickt einen Hilferuf. Die Ereignisse überschlagen sich, es geht im wahrsten Sinne des Wortes um Leben oder Tod. Die Schwetzingerin unterstützt seit Jahren Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen – sowohl hier in ihrer Heimat als auch im Ausland (wir berichteten mehrfach). Insbesondere Kranke und Behinderte oder alleinstehende Frauen und Kinder unterstützt sie, soweit sie das finanziell selbst leisten kann beziehungsweise ihr das durch Spenden möglich ist.

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Raquel Rempp berichtet von einem jungen Mann, Ain Ali, 34 Jahre alt, zweifacher Familienvater und sterbenskrank. Der Afghane braucht eine neue Leber. Es gibt sogar schon eine Person, die einen Teil ihrer Leber abgeben möchte, um Ain Ali zu retten. Doch das Geld für die Operation fehlt – ungefähr 25 000 Euro.

„Ich unterstütze die Familie seit einigen Monaten mit den letzten Spenden und lasse Ain Ali Geld für die bisherige medizinische Behandlung zukommen“, erzählt Rempp, die in Kabul, am Hindukusch und in anderen Regionen von Afghanistan sehr gut vernetzt ist. Doch für den finalen Schritt, den einzigen, der Ain Ali retten kann, fehlt nun das Geld. „In Afghanistan ist solch eine Operation nicht möglich. Ain Ali befindet sich daher seit einigen Monaten in Islamabad in Pakistan. Vom dortigen Krankenhaus habe ich nun einen entsprechenden Kostenvoranschlag erhalten“, schickt die Schwetzingerin die Dokumente an die Redaktion. Knapp fünf Millionen pakistanische Rupien plus Folgekosten sind darauf gelistet – die genannten 25 000 Euro. „Das ist eine Menge Geld – das schaffe ich alleine nicht mit Mundpropaganda und Spenden von Freunden und Bekannten“, bittet Rempp daher um entsprechende Unterstützung.

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Ain Ali hat mit seiner Frau Noor Jan zwei kleine Töchter: Firishta, drei Jahre alt, und Morsal, fünf Jahre alt. Als er noch arbeiten konnte, hat er seine Familie mit Gelegenheitsjobs ernährt. Zuletzt reparierte er kaputte Fahrräder. Doch dann ging es gesundheitlich nicht mehr.

„Die Krankheit bei Ain Ali wurde entdeckt, weil es ihm immer schlechter ging: Gelbsucht, chronische Leberentzündung, Wasserbauch – Aszites. Dieser Austritt von Flüssigkeit in die Blutgefäße wird bei Ain Ali durch den hohen Druck in der Pfortader verursacht, was bei einer kaputten Leber meistens passiert.“ Durch hepatische Enzephalopathie – diese entsteht durch die unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber – ist sein Gehirn manchmal nicht funktionsfähig. Das heißt, er fällt in eine Art Trance oder Schockzustand. Er kann in solchen Momenten nicht sprechen, sich nicht bewegen und versteht auch nicht, was man zu ihm sagt. Dann bekommt er Infusionen und Medikamente – bis er wieder ansprechbar ist.

Ganze Familie in Gefahr

„Wenn Ain Ali es nicht schafft, ist die Familie ziemlich am Ende. Sie wissen ja: Frauen dürfen in Afghanistan nicht mehr alleine auf die Straße, arbeiten schon gar nicht. Alleinstehende Frauen sind oft Opfer von schlimmen Zwangsverheiratungen mit den Taliban. Oder sie müssen unter der Burka auf den Straßen versuchen, ihren Lebensunterhalt zu erbetteln“, schildert Raquel Rempp das Schicksal einer ganzen Familie. Und sie ergänzt: „Wenn Ain Ali sterben würde, würde ich mit den erhaltenen Spenden weiter Menschen in Afghanistan – vor allem die Familie von Ain Ali unterstützen. Das ist vollkommen klar und selbstverständlich.“

Doch Raquel Rempp setzt jetzt erst einmal alles daran, dem jungen Mann das Leben zu retten – und sie hofft hier auf die Kurpfälzer: „Wenn zum Beispiel jeder Schwetzinger nur einen Euro spenden würde, wäre ihm fast schon geholfen“, zeigt sie mit einer symbolischen Rechnung auf. Nur: Das muss jetzt schnell passieren . . .

Das Spendenkonto lautet: Raquel Rempp, Sparda BW Bank, IBAN DE61 6009 0800 0000 697427

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Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.

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