Polizei - Verstärkte Kontrollen im Revier / „Ahnden konsequent“ Die meisten sind vernünftig

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Andreas Lin
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„Die große Mehrheit hält sich an die Regeln, aber einige haben es offensichtlich noch nicht kapiert.“ So fällt bei Revierleiter Martin Scheel die Bilanz der vergangenen Tage hinsichtlich der verordneten Aufenthaltsbeschränkungen aus. Mehrfach – insgesamt im niedrigen zweistelligen Bereich – habe es Verstöße gegen die erlaubte Höchstzahl von Personenansammlungen gegeben – und zwar im gesamten Revierbereich, also in Schwetzingen, Ketsch, Oftersheim und Plankstadt. Vor allem am Freitag und Samstag seien mehrfach Gruppen von drei oder vier Personen angetroffen worden. „Überwiegend waren es Jüngere, aber auch einige Ältere“, berichtet Polizeirat Scheel.

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Mit Ermahnungen ist es dabei nicht mehr getan. „Wir ahnden es konsequent“, macht der Revierleiter klar, dass sofort Ordnungswidrigkeiten ausgesprochen werden. Denn inzwischen müsse es ja der Letzte wissen, wie die Spielregeln sind. Und bei dieser Linie werde es auch in nächster Zeit bleiben: „Wir werden weiterhin hohe Präsenz in Schwetzingen, Plankstadt, Oftersheim und Ketsch zeigen.“ Dazu werden nicht nur die Kräfte des eigenen Reviers herangezogen, sondern auch Verstärkungen aus dem Bereich der Polizeidirektion: „Alles, was wir mobilisieren können“, erklärt Martin Scheel. Durch die stringenten Auflagen und die dadurch notwendigen Kontrollen hätten alle Mitarbeiter sehr viel zu tun.

Dabei haben die Beamten nicht nur die bekannten öffentlichen Treffpunkte im Auge, sondern auch die Spielplätze. „Aber das hat sich beruhigt“, ist er zufrieden.

Dabei werde im Revier und bei allen Einsätzen strikt darauf geachtet, dass die vorgeschriebenen Distanzregelungen und Hygienevorschriften eingehalten werden sowie die notwendige Schutzausstattung einsetzt werde. „Wir tun alles, damit die Kollegen geschützt werden. Aber wir sind da gut aufgestellt“, teilt Scheel mit.

30 Streifen zusätzlich

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Das Polizeipräsidium Mannheim hatte über 30 zusätzliche Streifenwagenbesatzungen zur Überwachung der Einhaltung der Allgemeinverfügungen präsidiumsweit eingeplant. Insgesamt wurden allein am Freitag und Samstag fast 1000 Personen kontrolliert. 264 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz wurden festgestellt. Gegen 217 Personen wurden Bußgeldverfahren, gegen 47 Personen Strafverfahren eingeleitet. „Es kostet oft Überzeugungskraft! Aber die meisten Menschen haben verstanden, warum es jetzt so wichtig ist, die sozialen Kontakte zu reduzieren. Sie halten Abstand und reagieren auch bei schönem Wetter zumeist mit Disziplin, Verständnis und Einsicht und halten sich an die Regeln. Danke dafür. Wo die Bestimmungen nicht eingehalten werden, wird die Polizei weiterhin konsequent einschreiten und sanktionieren“, lautete das Fazit von Polizeipräsident Andreas Stenger.

Autor Stv. Redaktionsleiter + Lokalsportchef Schwetzinger Zeitung