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Ehrhart-Schott-Schule - Bildungsinitiative zeichnet vier Schulprojekte aus

„digitalheroes@klassenzimmer“: Erster Preis geht nach Schwetzingen

Von 
zg
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Die Ehrhart-Schott-Schule gewinnt für ihre Entwicklung einer komplett neuen Unterrichtsform den Hauptpreis der Bildungsinitiative „digitalheros@klassenzimmer“. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 5000 Euro verbunden. © Ehrhart-Schott-Schule

Schwetzingen. Mit der Bildungsinitiative mit der Bezeichnung „digitalheroes@klassenzimmer“ – was soviel wie digitale Helden im Klassenzimmer heißt – suchen die Mossakowski-Stiftung Ravensburg und Chg-Meridian aus Weingarten Lehrkräfte an baden-württembergischen Schulen, die erfolgreich digitale Medien in ihren Unterricht einbinden. Lehrer und ganze Kollegien waren aufgerufen, den Einsatz ihrer digitalen Lehrmittel und ihre neuen Unterrichtsformen vorzustellen. Aus den vielen Einreichungen hat eine Fachjury nun vier Preisträger ausgewählt: Den ersten Platz belegt das Team um Dr. Yvonne Tröster (Bild) von der Schwetzinger Ehrhart-Schott-Schule. Es teilt sich die Preissumme von 12 000 Euro mit drei anderen Schulen. Die Preisverleihung fand als Teil eines virtuellen Digitalkongresses statt.

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Das Team um Dr. Yvonne Tröster, bestehend aus Lehrkräften und Schülern der beruflichen Ehrhart-Schott-Schule, haben mit „Futureclassroom“ („Zukunftsklassenzimmer“) eine komplett neue Unterrichtsform entwickelt, bei der in sogenannten Lernräumen gezielt digitale Schlüsselkompetenzen vermittelt werden. Im Gegensatz zum lehrerzentrierten Frontalunterricht können die Schüler sich das Wissen selbst aneignen, sich untereinander und mit den Lehrkräften austauschen und ihr erworbenes Können beispielsweise in Form eines Erklärvideos, eines Blogbeitrags oder Podcasts präsentieren und weitergeben. Die Ehrhart-Schott-Schule erhält dafür den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis.

Jury zeigt sich begeistert

Den zweiten Platz des Wettbewerbes belegt unterdessen die Maria-Montessori-Grundschule in Stuttgart-Hausen. Erst- und Zweitklässler sollen sich durch den Einsatz von digitalen Endgeräten ausprobieren. Die Freiburger Max-Weber-Schule in Freiburg und das Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen teilen sich den dritten Platz. Die Weber-Schule hat Lernportfolios digital auf dem Lernmanagementsystem „Moodle“ abgebildet, damit die Schüler selbstorganisiert lernen können, das List-Gymnasium hat iPad-Klassen und Lehrerteams eingeführt mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in Lerngemeinschaften zu fördern. „Wir sind wirklich begeistert zu sehen, welche zukunftsweisenden Konzepte an baden-württembergischen Schulen bereits umgesetzt sind“, so Florian Karsten, Jurymitglied und Professor am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Stuttgart. „Beeindruckt sind wir auch, dass die Beispiele für digitalen Unterricht aus ganz unterschiedlichen Schularten kommen – von der Grundschule über Sonderschulen bis hin zu den Berufsschulen. Das macht Mut. Diese Best Practices wollen wir veröffentlichen, damit Lehrer anderer Schulen, auch über die Landesgrenzen von Baden-Württemberg hinaus, im besten Sinne spicken können.“

Das zweite Mitglied der fünfköpfigen Jury, Dr. Simon Maria Hassemer vom ZSL, ergänzt: „Wir haben gesehen, wie unterschiedlich digitale Medien und Werkzeuge in den Schulen zum Einsatz kommen, um den Unterricht kreativer und anregender zu gestalten – bis hin zu einem fast völlig neuen Denken von Schule und Lernen. Genau dies ist auch mein Ansatz im Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung. Das ZSL hat die Ausrichter der Bildungsinitiative sehr gerne beraten und den Wettbewerb begleitet, um eine qualitativ hochwertige Entwicklung von Digitalität in den Schulen zu unterstützen.“

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Unterschiedlichste Werkzeuge

Wie wichtig es sei, digitale Unterrichtskonzepte zu entwickeln, sei während der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten der Schulschließungen überdeutlich geworden. „Aber auch unabhängig von dieser Sondersituation muss die Schule digitale Kompetenzen auf zeitgemäße Art und Weise vermitteln. Das erfordert Neugier und Innovationsfreudigkeit aufseiten der Lehrer. Ich hoffe, dass wir mit unserer Bildungsinitiative ‚digitalheroes@klassenzimmer‘ hierfür Impulse geben konnten“, betont dazu Jürgen Mossakowski, der Vorstandsvorsitzende der gleichnamigen Stiftung.

„Wir unterstützen die Bildungsinitiative sehr gerne, denn als Technologieunternehmen wissen wir natürlich, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche schon früh mit der Informationstechnik vertraut zu machen und sie an neue, zeitgemäße Lernformen heranzuführen. Es ist interessant zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit an manchen Schulen der Unterricht bereits mit digitalen Werkzeugen gestaltet wird. Gleichzeitig hängt viel noch vom Engagement einzelner Lehrer ab; sie wollen wir als Vorbilder für ihre Kollegen fördern“, erläutert Dr. Mathias Wagner, der Geschäftsführer von Chg-Meridian abschließend zur Vergabe der Preise. zg

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