Rathaus

Dr. Jack Terry ist verstorben

OB Pöltl würdigt beeindruckende Persönlichkeit

Von 
Jürgen Gruler
Lesedauer: 
Sabrina Cass, René Pöltl, Jack Terry und Ralf Innetsberger. © Stadt/Pöltl

Dr. Jack Terry ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Der Schwetzinger Oberbürgermeister Dr. René Pöltl würdigte den früher hier stationierten US-Amerikaner als Freund der Stadt.

Jack Terry stammte aus Polen, war ein Kind jüdischer Eltern. Nach dem deutschen Überfall verlor er nach und nach seine gesamte Familie: Sein Vater wurde im Konzentrationslager Majdanek ermordet. Sein Bruder von den Deutschen erschossen. Im Jahr 1943 wurden seine Schwester und seine Mutter im Lager Budzyn ermordet, seine Schwester wollte sich nicht von der Mutter trennen lassen, woraufhin sie von einem SS-Mann erschossen wurde. Terry überlebte im Konzentrationslager Flossenbürg. Nach der Befreiung nahm ein US-Soldat Jack mit in die USA, wurde zunächst Geologe, später Psychologe. Er kehrte als US-Soldat nach Deutschland zurück und war in Schwetzingen stationiert.

Am 29. April 2015 besuchte Dr. Jack Terry Schwetzingen. Er überreichte dem OB einen Kerzenhalter aus dem Gestein des Steinbruchs im ehemaligen KZ Flossenbürg. In der Tompkins-Kaserne kannte er das ehemalige Gebäude des Intelligence Service for Geology, wo er als Leutnant stationiert war und gearbeitet hatte. Voller Begeisterung erzählte er vom hervorragenden Schwetzinger Spargel. zg

Mehr zum Thema

Erinnerung an die Pogromnacht am 9. November 1938

Als die Schöpfung kollabierte: Gedenken in Schwetzingen

Veröffentlicht
Von
Stefan Kern
Mehr erfahren
Justiz

Haftstrafe für Ex-US-Soldat

Veröffentlicht
Von
lsw
Mehr erfahren
Stadtverwaltung

Stadtverwaltung Schwetzingen ehrt „tolle Kräfte für die Bildung und die Kultur“

Veröffentlicht
Von
Stefan Kern
Mehr erfahren

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.