Fraktion der Grünen - Neues Förderprogramm zur Reduzierung der Treibhausemissionen aus dem Rathaus findet Unterstützung Ehrgeizige Ziele für die Bürger

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zg
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Im Mittelpunkt der Schwetzinger Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 3. Februar, werden zwei „grüne Themen stehen, das Klimaimpulsprogramm als städtisches Förderprogramm zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und die Umgestaltung der Pflanzflächen im ehemaligen kurfürstlichen Marstallinnenhof. Das schreibt Prof. Josef Walch in einer Pressemitteilung der Fraktion.

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Beide Themen seien von den Mitgliedern der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Videokonferenz intensiv beraten worden. „Die Stadt Schwetzingen hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt, die es konsequent umzusetzen gilt“, sagt Fraktionsvorsitzender Walch zu Beginn der Sitzung. Das „Klimaplusprogramm: Städtisches Förderprogramm zur Reduzierung der Treibhausemissionen“ wurde von Stadträtin Dr. Susanne Hierschbiel vorgestellt. Es löse die bisherigen Förderprogramme Fassadenbegrünungsmaßnahmen, Dachbegrünung, Regenwassernutzungsanlagen zur Gartenbewässerung und Bedarfgesteuerte Lüftung mit Wärmerückgewinnung ab, die Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen seien.

„Mit dem Gemeinderatsbeschluss von 2018 und der Verabschiedung des „Integrierten Klimaschutzkonzeptes“ haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Bei deren Umsetzung wird das neue Förderprogramm äußerst hilfreich sein und sollte in der angestrebten Laufzeit von mindestens zwei Jahren zügig und unbürokratisch umgesetzt werden, so Hierschbiel.

Mit diesem Programm sollen starke Anreize für die Schwetzinger Bürger für einen Umstieg auf eine klimafreundliche Mobilität gegeben werden, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen. Das Programm fördere im Bereich der Mobilität die Anschaffung von Lastenrädern (auch E-Lastenräder), elektrisch betriebenen Krafträdern, die Teilnahme am Stadtmobil Carsharing oder den Verzicht auf den eigenen Pkw und den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr.

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„Dass weiterhin mit dem Programm Solar-Impuls Zuschüsse für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, gewährt werden, sei begrüßenswert, so die Grünen. Vor allem, da auch die Neuanschaffung von sogenannten Balkonmodulen bezuschusst werde. Hiervon profitieren schließlich auch Mieter. „Das unterstützen wir Grüne auf breiter Ebene, zumal die Finanzierung des Förderprogramms abgedeckt ist“, so Susanne Hierschbiel, die besonders hervorhebt, dass das Programm darauf abziele, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, verstärkt den ÖPNV zu nutzen. „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv über die Ausschreibung der Linienbündel des ÖPNV diskutiert. Diese Ausschreibung läuft und hierzu haben wir Grüne viele Ideen eingebracht, die, wenn sie umgesetzt werden, zu einer deutlichen Verbesserung des Angebots führen werden und so zu einer weiteren Motivation für unsere Bürger, dieses Angebot zu nutzen und den eigenen Wagen stehen zu lassen“, ergänzt Josef Walch.

Lasst „Grüne Lungen“ atmen

„In seiner letzten Sitzung im Jahr 2020 hat der Gemeinderat das Thema ,Grüne Lungen’ als Konzept zum Erhalt der noch vorhandenen Grün-, Garten- und Freiflächen im Innenstadtbereich verabschiedet“, so Josef Walch: „Der Marstallinnenhof im barocken Kernstadtbereich spielt in diesem Konzept eine zentrale Rolle.“ Wer heute den Innenhof von der Carl-Theodor-Straße aus betrete, dem biete sich, darüber waren sich die Grünen-Stadträte einig, kein besonders attraktives Bild. Die Holzkonstruktionen der Hochbeete seien weiträumig verfallen und begännen sich aufzulösen.

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Im Zusammenhang mit der Sanierung der darunterliegenden Tiefgarage müsse die Last der Dachfläche verringert werden. Zunächst gelte es, den oberen Bereich neu zu gestalten. Dazu habe die Stadtverwaltung erste Ideen entwickelt, wobei hier, so Walch, der Denkmalschutz ein gewichtiges Wort mitzusprechen habe, was Form und Anlage der Fläche dieses barocken Innenhofs betreffe. Besonders begrüßen die Grünen den Vorschlag, im hinteren Bereich entlang der Pergola einen Hochbeetabschnitt wieder herzustellen und den Innenhof zum „Urban Gardening“-Projekt zu entwickeln.

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In diesem Zusammenhang brachte die Fraktion auch den Vorschlag ein, mit Rankgittern eine optische Trennung zu der Pergola und den darunter abgestellten Autos zu schaffen. Dazu werden sicher noch viele Details geklärt werden müssen, aber diese Form der Partizipation von Bürgern in die Neugestaltung und gärtnerische Nutzung innerstädtischer Flächen werde von der Fraktion nachdrücklich begrüßt. Dabei gehen die Grünen davon aus, dass die Fläche vielfältig und insektenfreundlich bepflanzt werden muss. „Das Projekt ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Konzept der ,Grünen Lungen’, sondern soll auch Bürger und Touristen als attraktiver Rückzugsort anlocken“, so Walch. zg