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Forschungsstelle für Hofmusik - Drei Jahrzehnte lang wurde die Geschichte der Hofkapellen ergründet

Ein Konzert der Entdeckungen

Von 
zg
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Die Arbeit der Forschungsstelle für Südwestdeutsche Hofmusik in Schwetzingen geht zu Ende. Zum Abschluss des Akademieprojekts „Südwestdeutsche Hofmusik des 18. Jahrhunderts“ wird es deshalb am Samstag, 17. Juli, um 20 Uhr im Mozartsaal des Schwetzinger Schloss es an Abschiedskonzert geben. Das jetzige Konzert soll noch einmal die ganze Bandbreite der musikalischen Meisterschaft zeigen, die sich an den südwestdeutschen Höfen entfaltet hat. Es werden Kompositionen aus Mannheim, Stuttgart, Karlsruhe, Rastatt und Zweibrücken gespielt, die Zeugnis davon geben, wie diese Musik in ganz Europa aufgenommen und weiterentwickelt wurde.

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Das „Paradies der Tonkünstler“ lag in Mannheim – davon war nicht nur der Philosoph Friedrich Heinrich Jacobi überzeugt, der diesen Slogan im Jahr 1777 erfand, sondern auch all die Musikliebhaber, die auf ihren Reisen in der Kurpfalz Station machten. Doch Mannheim und Schwetzingen, die Residenz und die Sommerresidenz des kurfürstlichen Paares Karl Theodor und Elisabeth Auguste, waren nicht die einzigen Höfe im Südwesten Deutschlands, an denen die Musikpflege Ausdruck einer großen Wertschätzung für diese flüchtigste aller Künste war. Schließlich diente sie auch der Repräsentation, der Konkurrenz mit den anderen, benachbarten Höfen und dem Wettbewerb um eine politisch einflussreiche Stellung.

Die Musik, die Mozart beeinflusste

Mit dem kurpfälzischen Hof in Mannheim, dem württembergischen in Stuttgart, dem badischen in Karlsruhe und verschiedenen kleineren Höfen in Rastatt, Donaueschingen, Zweibrücken oder Kirchheimbolanden bot der Südwesten eine solch hohe Dichte an musikalisch bedeutenden Zentren, wie sie nur in wenigen anderen Regionen im Reich oder in Europa zu finden war. Und die Region wurde damit zu einem regelrechten Labor für die musikalische Zukunft: Die großen Reformen der Oper und des Balletts, die epochalen Innovationen in der Instrumentalmusik – die fanden in Mannheim und Stuttgart statt. Kein Geringerer als Wolfgang Amadeus Mozart wurde nämlich von der Instrumentalmusik der Mannheimer Hofkapelle tief beeinflusst.

Die Forschungsstelle „Geschichte der Mannheimer Hofkapelle“ und ihr Nachfolgeprojekt „Südwestdeutsche Hofmusik“ haben sich in drei Jahrzehnten wissenschaftlich mit dieser Geschichte der Hofkapellen in der Region im 18. Jahrhundert beschäftigt. Zum Abschluss soll ein Konzert noch einmal über die ganze Fülle der musikalischen Meisterschaft, die sich an den südwestdeutschen Höfen entfaltete, mit Kompositionen aus Mannheim, Stuttgart, Karlsruhe, Rastatt und Zweibrücken darüber Zeugnis geben, wie diese Musik in ganz Europa aufgenommen und entwickelt wurde.

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Das von einem hochkarätig besetzten Ensemble gespielte Programm mit Werken von Johann Caspar Fischer, Gottfried Finger, Johann Melchior Molter, Matthias Cannabich,Florian Deller, Ernst Eichner, Ignaz Holzbauer, Carl Stamitz und Franz Danzi wird von Yevgine Dilanyan und der ehemaligen Forschungsstellenleiterin Silke Leopold moderiert. Aufgrund der Pandemie ist das Konzert leider nur für geladene Gäste zugänglich. zg

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