Serie Fundstücke (Teil 14) - Alte Postkarte rund um den Dichter Ein Stück Hebel

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rie
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Diese Karte wurde 1901 von Schwetzingen nach Mannheim geschickt. © Rieger

Das nächste Objekt aus unserer Reihe „Fundstücke“ ist eine Erinnerung an den großen Johann Peter Hebel, der als Geistlicher, Lehrer und Dichter einer der geistigen Väter des neuen Baden war. Diese Ansichtskarte ist am am 7. Oktober 1901 echt postalisch gelaufen – von Schwetzingen nach Mannheim.

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Seine Jugend verbrachte der am 10. Mai in Basel geborene Hebel in Hausen im Wiesental. Dem dortigen Dialekt blieb er mit seiner Mundartdichtung und den „Alemannischen Gedichten“ sein Leben lang treu verbunden. Seine berufliche Laufbahn führte den studierten Theologen als Lehrer nach Lörrach und danach an das Gymnasium nach Karlsruhe. Mit der Ernennung zum Prälaten stieg Hebel in das höchste Amt der vereinigten evangelischen Landeskirche in Baden auf. Zugleich wurde er in die Erste Kammer des Badischen Landtages berufen.

Auf einer Schulinspektionsreise kam Hebel am 16. September 1826 nach Schwetzingen. Dabei stattete er seinem Freund, dem Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher einen Besuch ab. In dessen Haus, dem heutigen Amtsgericht, starb Hebel am 22. September.

Sein heutiges Grabdenkmal in der Hildastraße, auf dem damaligen Schwetzinger Friedhof, wurde im Jahr 1859 errichtet. rie