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Einparkhilfe ganz persönlich

Katja Bauroth über eine gute Tat am Straßenrand

Von 
Katja Bauroth
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Haben Sie auch so ein superintelligentes Auto, das Ihnen das Einparken abnimmt? Ich an sich ja. Aber ich nutze diese Technologie ungern. Zum einen, weil ich dem Ganzen kein Vertrauen schenke. Zum anderen, weil mir schon in der Fahrschule das Einparken unglaublich Freude bereitet hat. Egal ob längs oder quer, ob eng oder auf einer Anhöhe – ich habe das – O-Ton meines Fahrlehrers – „gut draufgehabt“. Das Buch von Allan Pease „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ fand ich daher doof. Gut, Männer hören ja wirklich nicht zu, aber das soll heute mal hier nicht das Thema sein.

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Zurück zum Einparken. Als ich Dienstagabend nach der Arbeit mein Auto auf dem Parkplatz in die Lücke bugsiert hatte und mich zu Fuß das letzte Stück in Richtung Wohnung aufmachte, spricht mich eine junge Frau an, vielleicht Anfang, Mitte 20. Ich sehe so vertrauenswürdig aus, ob ich ihr nicht helfen könne. Sie deutete auf einen weißen Kleinwagen, der etwas schief hinter einem Baustellenzaun und vor einem schwarzen SUV stand. Sie sei Fahranfängerin und hätte ihre Schwierigkeiten mit der Parklücke. Auch habe sie schon eine halbe Stunde lang ihr Glück versucht. Dazu sollte man wissen, dass vor und hinter ihrem weißen Kleinwagen locker ein knapper halber Meter Platz war zum Rangieren. Sie wedelte mit ihrem Autoschlüssel. Alla hopp, ich parkte das Auto daraufhin problemlos aus – und stieg aus. Sie war bleich. Nein, nein, sie wolle doch einparken, gab sie mir zu verstehen. Auch kein Problem: Drei Züge und der weiße Kleinwagen stand wie eine Eins. Sie war so dankbar und freute sich.

Nur ich habe mich gefragt: Wie kommt sie da wieder raus?

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