Freiwillige Feuerwehr: Jahreshauptversammlung sieht die Floriansjünger gut aufgestellt / Dank an das Rote Kreuz für die gute Zusammenarbeit Einsätze lassen Raum für Geselligkeit

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Reimer Schölermann

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PLANKSTADT. Die Hauptversammlung der Floriansjünger im Clubhaus der TSG "Eintracht" stand im Zeichen des abgelaufenen Jubiläumsjahrs der Jugendwehr. Die Tagesordnung wurde innerhalb einer Stunde abgearbeitet. Der Bürgermeister war noch nicht eingetroffen, aber mehrere Gemeinderäte, den DRK-Ortsvereins-Vorsitzenden Guntram Welzig, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Manfred Maier sowie Ehrengäste aus den eigenen Reihen konnte Kommandant Uwe Emmert begrüßen.

Seinen Bericht begann er mit dem "Highlight" des vergangenen Jahres, der "spannenden" Bürgermeisterwahl. Inzwischen hätten Jürgen Schmitt und die Wehr sich "ohne größere Klagen" aneinander gewöhnt. Die Einsatzzahlen seien 2008 konstant geblieben. Er bedankte sich bei Welzig für die "harmonische" Zusammenarbeit mit dem DRK. Dank dessen Personenbetreuung habe man sich auf die Brandbekämpfung konzentrieren können.

Das vierzigjährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr sei von mehreren Spendern unterstützt worden, die Emmert einzeln aufzählte und "als kleines Bonbon und Anerkennung" unter den Gästen begrüßte. Im neuen Jahr werde die Umrüstung des Atemschutzes in den Einsatzfahrzeugen von Zwei- auf Einflaschengeräte fortgesetzt, gab er bekannt. Sein Dank ging an die Gemeindeverwaltung, Polizei und örtliche Unternehmen. Die eigenen Leute bat er um weitere "Treue zur Wehr".

Bei 17 Bränden im Einsatz

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Schriftführer Jürgen Wagenmann umriss die Jahreshauptversammlung im Februar 2008 und berichtete über das Herbstfest im September mit verregnetem Spiele- und Wandertag, Modenschau und Schauübung der Jugendfeuerwehr.

Weiterer Höhepunkt sei die Hauptübung im Oktober auf dem Gelände eines örtlichen Unternehmens gewesen. Daneben hätten sich Wehrmitglieder an örtlichen Veranstaltungen als Sicherungsposten und Helfer beteiligt und weitere Zeit für Übungen und Unterricht, Brandwachen und Pflege der Geräte aufgewandt.

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Es habe 17 Brände, darunter die Kellerbrände in der Eisenbahnstraße und dem Vogelpark, und 37 Hilfeleistungen gegeben, insgesamt 595 Einsatzstunden. Am Jahresende habe die Wehr aus 56 aktiven und 21 jugendlichen Angehörigen sowie 19 Mitgliedern der Altersmannschaft bestanden.

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Jugendwart Joachim Oberhardt schilderte die Vorbereitungen und Durchführung des Spiele- und Wandertages während des Herbstfestes. Trotz widriger Umstände habe er viel Spaß gemacht. Daneben habe es 44 "reguläre Dienste", insbesondere Übungsabende, und zahlreiche Freizeitaktivitäten gegeben, darunter Besuche anderer Jugendwehren und das Zeltlager in den Sommerferien. Am Jahresanfang habe die Jugendwehr aus 21 Mitgliedern bestanden, davon ein Drittel Mädchen, und diese Stärke auch am Ende wieder erreicht.

Rege Altersmannschaft

Für die Altersmannschaft berichtete Kurt Hallwachs über monatliche Treffen, einen Ausflug und die Teilnahme an Übungen. Man sei weiterhin bereit mitzuhelfen, gab er bekannt und erntete dankbaren Beifall.

Kassier Uwe Kraft konnte einen Kassenüberschuss aus den Spenden zum Jugendwehr-Jubiläum verkünden, der in diesem Jahr zweckgebunden verwendet werde. Er erntete kräftigen Beifall und wurde gemäß Empfehlung der Kassenprüfer einstimmig entlastet. Letztere wurden für eine weitere Amtszeit bestätigt.

Der inzwischen eingetroffene Bürgermeister zitierte Altbundespräsident Theodor Heuss, um die Feuerwehr zu loben und fand weitere dankbare Worte. Allerdings gab es auch einen "freudschen Versprecher": Er sprach von der "Freiwilligen F..." und konnte offenbar das Wort "Feierwehr" gerade noch unterdrücken.

Maier nutzte die "staatliche Ehrung" von Matthias Gehring für 25 Dienstjahre zu einer humorvollen Ansprache. Dem Genannten verlieh er das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber und verlas dessen Urkunde (dem abwesenden Martin Berlinghof werde sie nachgereicht). Die anschließenden internen Ehrungen und Beförderungen (siehe Infoblock) umfassten dermaßen viele Personen, dass sich die Offiziellen wegen Platzmangels am Vorstandstisch mit den Aufgerufenen im hinteren Bereich des Saals trafen.

Für sein "Dankeschön in der schärfsten Form" namens des DRK erhielt Welzig noch einmal Beifall der Versammlung.