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Kinderhaus Edith-Stein - Mädchen und Jungen besuchen Kinderoper-Aufführung / Auch für Darsteller wieder Rückkehr zur Normalität

„Endlich hat es geklappt!“

Von 
Praktikantin Hannah Beisel
Lesedauer: 
Professor Zacharias Zauberkobel (Frederik Baldus) versucht die verlorenen Schuhe an Aschenbrödel (Lynn Feyereisen) zurückzugeben. © Beisel,

Es ist 10 Uhr in der St.-Maria-Kirche. Die beiden ältesten Jahrgänge des katholischen Kinderhauses Edith-Stein in der Nordstadt besuchen die Aufführung der in Schwetzingen ansässigen Tournee-Oper. „Die Kinder sind schon ganz aufgeregt“, erzählt Regina Zankl, die Leiterin der Einrichtung. „Für sie ist es schön, nach so langer Zeit wieder solch eine Aufführung zu besuchen. Wir hatten diesen Besuch eigentlich schon zweimal geplant, doch zweimal wurde er leider Corona-bedingt abgesagt. Aber beim dritten Mal hat es endlich geklappt.“ Etwa 50 Kinder sind dabei.

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„Sie haben sich fleißig auf die Kinderoper vorbereitet“, erzählt Zankl. „Wir haben mit ihnen die verschiedenen Märchen gelesen, sie pädagogisch darauf vorbereitet und mit ihnen das Mitmach-Lied gelernt, das mehrmals in der Oper auftaucht.“ Außerdem wurden sechs Kinder bei der Aufführung miteinbezogen. Drei Kinder durften die Schneemänner der bösen Königin und drei Kinder die Lebkuchen von Hänsel und Gretel spielen. Für die Leiterin ist es wichtig, den Kindern schon früh solche Veranstaltungen nahezubringen und sie musikalisch zu fördern. „Nicht alle Kinder haben zum Beispiel Eltern, die zu solchen Veranstaltungen gehen und deshalb ist es umso wichtiger, sie schon im frühen Alter für das Singen und für die Opernwelt zu begeistern“, erläutert sie.

Jüngere stecken es gut weg

Weitere Veranstaltungen der Tourneeoper

Mittwoch, 28. Juli: 15 Uhr „Papageno und die Zauberflöte“ im Weldegarten Plankstadt (Open Air). Donnerstag, 29. Juli, 15 Uhr: „Aida und der magische Zaubertrank“ (Weldegarten Plankstadt).

Sonntag, 1. August, 14 und 16.30 Uhr: „Aida und der magische Zaubertrank“ (Lutherhaus Schwetzingen).

Sonntag, 8. August, 14 und 16.30 Uhr: „Es war einmal“ (Lutherhaus Schwetzingen).

Sonntag, 15. August, 11 und 15 Uhr: „Papageno und die Zauberflöte“ (Lutherhaus Schwetzingen).

Karten gibt es im Kundenforum unserer Zeitung am Schlossplatz.

An die Corona-Zeit und ihre Folgen hätten sich besonders die Jüngeren gut gewöhnt: „Solange sie ihren Rhythmus haben, stecken sie die Zeit gut weg. Eher die Älteren hatten Schwierigkeiten, da sie die Zeit vor Corona kannten und sich alles verändert hat. Aber zum Glück finden nun vermehrt wieder Veranstaltungen wie die Kinderoper statt und alles geht nun halbwegs wieder seinen gewohnten Gang“, erzählt Regina Zankl.

Für die Darsteller und ausgebildeten Opernsänger Lynn Feyereisen und Frederik Baldus kehrt nun auch wieder ein Stück Normalität ein. „Während der Corona-Zeit wurden alle Auftritte abgesagt und das war für uns natürlich sehr ermüdend“, erzählt Baldus. „Jedoch hatte die Zeit auch etwas Gutes: Während des Lockdowns entstand das Stück ,Es war einmal’, das wir heute aufgeführt haben.“ Die Texte und Lieder seien alle aus eigener Hand selbst entworfen worden – der Text von Gründerin Tanja Hamleh selbst und das Mitmachlied „Es war einmal“ von Jürgen Ferber. Nur das Lied von Hänsel und Gretel „Brüderchen, komm tanz mit mir“ wurde übernommen.

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Die Tournee-Oper ist bekannt dafür, fröhlich und kindgerecht zu sein – mit tollen Kostümen und Liedern. Die Mission von Tanja Hamleh lautet, die klassische Musik, die oft als langweilig und veraltet verpönt wird, den Jüngsten wieder nahezubringen. „Nicht alle Kinder haben die Möglichkeit, in Berührung mit Musik und Oper zu kommen“ – und das will sie ändern. Dabei ist ihr klar, dass die Kinder nicht absolute Opernfans werden. „Dennoch hat Musik eine positive Wirkung auf Kreativität und das Selbstwertgefühl“, sagt sie.

Während der Aufführung waren alle gespannt dabei. Am Ende des Stücks gab es eine Runde, in der die Kinder ihre Fragen zu der Oper stellen konnten. Dabei tauchten Fragen auf: „Wie lange dauert so eine Kinderoper?“ oder „Warum war die Opernsängerin so laut“ auf. Als Antworten kamen 60 bis 70 Minuten, da die Kinder konzentriert dabei sein sollen. Außerdem seien die beiden ausgebildete Opernsänger und bei der Akustik der Kirche könne es schon lauter werden.

In den nächsten Wochen sind noch weitere öffentliche Aufführungen der Tournee-Oper für Kinder ab fünf Jahren in Schwetzingen und Plankstadt geplant. Vielleicht waren einige der kleinen Zuschauer aus dem Edith-Stein-Kinderhaus so begeistert, dass sie das noch einmal sehen wollen.

Info: Mehr Informationen gibt es unter www.opernland.de oder auf der Facebookseite www.facebook.com/Tourneeoper.

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