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Endlich mal Ruhe haben

Jürgen Gruler freut sich über mehr Zeit zur Unterhaltung

Von 
Jürgen Gruler
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Ich geb’s zu. Schadenfreude ist mir nicht fremd. Am Montagabend habe ich mich schon ein wenig darüber gewundert, dass mein Kumpel mir kein anzügliches Video per WhatsApp geschickt hat, kein einziger rechtsradikaler Sprücheklopfer mich zu einer Sperrung auf meinem Facebook-Konto gezwungen hat und ich schon alle neuen Mode- und sonstigen Schnulli-Filmchen auf Instagram gesehen hatte. Als mich dann allerdings meine Frau gefragt hat, ob unser Internet nicht funktioniert, kam es mir schon etwas spanisch vor.

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Aber der gute alte Fernseher hat bestens funktioniert und löste mit einer Schaltung nach Washington zum Korrespondenten der ARD-Tagesschau die Frage, was los ist. Die großen drei – Facebook, WhatsApp und Instagram – sind seit Stunden nicht erreichbar.

Ist doch prima, da kann man mal ganz in Ruhe das Handy weglegen, eine alte Folge von den Rosenheim Cops anschauen und sich über Stockls Verkupplungsversuche von Kommissar Lind und Controllerin Ortmann amüsieren, sich anschließend mit der Frau über die zurückliegenden Urlaubstage in Berlin und Dessau unterhalten und im neuen Donna-Leon-Krimi noch ein oder zwei Kapitel lesen, bis einem die Augen zufallen.

Und ich kann Ihnen sagen, ich hab prima geschlafen. Man sollte einfach öfter mal abschalten, die sozialen Medien ignorieren und sich selbst genug sein. Schade eigentlich, dass morgens dann alles wieder ging und sich ein regelrechter Nachrichtenstau angesammelt hatte.

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