Erstmals gibt es fünf Bezirke für die Briefwahl in Schwetzingen

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Andreas Lin
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Die Wahlhelfer werden diesmal nicht wie hier auf unserem Symbolbild so eng zu-sammensitzen. Die Hygienevorschriften erfordern eine andere Arbeitsweise. © dpa

Schwetzingen. Wenn in viereinhalb Wochen die Bürger zur Landtagswahl gerufen werden, ist zwar zu hoffen, dass sich bis dahin die Pandemielage etwas entspannt hat. Aber es wird mit Sicherheit ein Urnengang unter besonderen Bedingungen und weiterhin unter Berücksichtigung von Corona-bedingten Hygienevorschriften sein. Auch für die Stadtverwaltung wird das eine Herausforderung werden - gerade was die zahlreichen Wahlhelfer betrifft, denn sie sind an so einem Tag immer im wahrsten Sinne des Wortes eng zusammenarbeiten.

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Dass es eine Präsenzwahl bleiben muss, bestätigt Andrea Baisch von der städtischen Pressestelle. Die Durchführung einer reinen Briefwahl sei wahlrechtlich nicht möglich, entsprechende Änderungen seien von der Mehrheit des Landtags nicht gewollt. „Daher gibt es nach wie vor die 16 Urnenwahlbezirke in Schwetzingen, bei denen am Wahlsonntag zwischen 8 und 18 Uhr die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben können“, teilt Baisch mit.

Allerdings habe es aufgrund von Corona auch einige Standortwechsel gegeben: „Die Wahlbezirke 15 und 16, die eigentlich immer im GRN-Seniorenzentrum angesiedelt waren, haben wir zum Schutz der Bewohner in die Kolpinghalle verlegt“, erklärt die Pressesprecherin. Ebenfalls in die Kolpinghalle werden die Wahlbezirke 13 und 14 (bisher Südstadtschule) verlegt. Grund hierfür ist die Barrierefreiheit. Die übrigen Wahllokale sind an den bisherigen Standorten verblieben. Die Anschrift seines Wahllokals kann jeder Wahlberechtigte der Wahlbenachrichtigung entnehmen.

Beim Thema Wahlhelfer hat die Stadt umfangreiche Vorkehrungen getroffen. Meist ist es ja ein eingespieltes Team, viele der ehrenamtlichen Kräfte sind schon seit Jahrzehnten dabei. „Wir sind froh, auf deren Erfahrungsschatzzurückgreifen zu können“, betont Andrea Baisch.

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Da viele der Stammwahlhelfer aber altersmäßig zur Risikogruppe gehören, wurden bei dieser Wahl alle im Vorfeld angeschrieben und es ihnen freigestellt, ob sie dieses Mal teilnehmen wollen. Gleichzeitig hat die Stadt über die Zeitung den Aufruf gestartet, dass sich neue Wahlhelfer gerne melden können. „Hier gab es ein erfreulich gutes Feedback, wir müssen uns keine Sorgen um die Besetzung der Wahlvorstände machen.“

Schulung auch online

Die Schulung der Wahlhelfer werde dieses Mal auch anders ablaufen. Die Mitarbeiter der Verwaltung und auch externe Wahlhelfer, soweit sie die Möglichkeit haben, werden online über Zoom vorbereitet. Zwei Präsenzschulungen werden in größeren Räumlichkeiten (Josefshaus) abgehalten, damit die Abstände einhalten werden können.

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Am Wahltag selbst werden die Helfer werden mit Masken, Desinfektionsmittel und, Plexiglasschutzwänden ausgerüstet. „Jeder Wahlberechtigte kann gerne einen eigenen Kugelschreiber mitbringen, es stehen aber auch Einwegkugelschreiber in ausreichender Menge zur Verfügung“, teilt Andrea Baisch mit. In sämtlichen Wahlgebäuden werde Maskenpflicht herrschen und mittels Plakaten oder Aushängen auf die Einhaltung der „AHA“-Regeln hingewiesen. Zudem sei in jedem Wahlbezirk ein zusätzlicher Wahlhelfer eingeteilt, der sich um die Einhaltung der Hygieneregeln kümmern soll.

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Für deutliche Entspannung könnte es sorgen, wenn viele Bürger die Option Briefwahl nutzen würden. „Der Anteil der Briefwähler ist auch schon ohne Corona in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Aufgrund der derzeitigen Situation ist nochmals mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen“, schätzt Andrea Baisch.

Es haben ohnehin jeder Wahlberechtigte zusammen mit der Benachrichtigung einen Antrag auf Erteilung von Briefwahlunterlagen zugeschickt bekommen („Das war schon vor Corona so“). Auf der Homepage informiert die Stadt die verschiedenen Möglichkeiten der Antragstellung und erläutern die Online-Version.

Vorausschauend wurden zur Auszählung des Briefwahlergebnisses erstmals fünf Briefwahlbezirke eingerichtet. Auch hier war eine Verlegung in größere Räumlichkeiten notwendig. Die Briefwahlvorstände am Wahlsonntag im Josefshaus und im Palais Hirsch zusammentreten, teilt die Pressesprecherin mit.

Ausführliche Informationen über die Briefwahl und einen Online-Antrag auf der Homepage der Stadt Schwetzingen.

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Autor Stv. Redaktionsleiter + Lokalsportchef Schwetzinger Zeitung