Ehrhart-Schott-Schule ESS-Schüler werden im Wald kreativ

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zg
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Schwetzingen. „Das Kind muss an die Luft“ und lernen soll es auch noch was dabei. Soweit der Ausgangsgedanke während einer der regelmäßigen Teamsitzungen der AV-Lehrkräfte. Die Schülerinnen und Schüler in der Ausbildungsvorbereitung (AV) der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen machen nicht „nur“ ihren Hauptschulabschluss oder den Mittleren Bildungsabschluss, sondern sie lernen auch in beruflichen Lernfeldern, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

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Dadurch erhalten sie neben allgemeinbildenden Qualifikationen auch grundlegende berufliche Kenntnisse in den Bereichen Holztechnik, Metalltechnik, Körperpflege und Kraftfahrzeugtechnik. Gelernt wird nach dem Prinzip der vollständigen Handlung: informieren –planen – entscheiden – ausführen – kontrollieren – bewerten. Durch das Bewusstmachen von problemorientierten Lösungsstrategien können Lern- und Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt werden. „Zudem haben wir an der Ehrhart-Schott-Schule erkannt, dass gerade der Onlineunterricht eine Vielfalt an Lernformen anbieten muss, um die Schüler zu fördern und zu fordern. Daher haben wir die Chance genutzt, in einem fächerübergreifenden Projekt im Fach Lebensweltkompetenz und beruflicher Praxis‚ offenere Lernformen anzubieten. Damit sollte insbesondere die Selbstständigkeit, die Problemlösefähigkeit und die Kreativität gefördert werden“, sagt die Fachbereichsleiterin Scarlett Kuppinger.

Die Schule führt seit diesem Schuljahr das Projekt „School of tomorrow – futureclassroom“ („Schule von Morgen – Zukunftsklassenzimmer“) im Rahmen einer Erasmus+-Förderung durch, das unter anderem zeitgemäße Lernformen für das 21. Jahrhundert entwickelt und ausprobiert. Dieses Projekt ist ein Beispiel für derart offene, projektorientierte Lernformen.

Diese Grundgedanken zum pädagogischen und didaktischen Prinzip sollen nicht zuletzt auch die Freude am Lernen – insbesondere in Corona-Zeiten – entwickeln oder aufrechterhalten. Die Lehrkräfte der Ehrhart-Schott-Schule seien nicht nur bei der gewinnbringenden Anwendung der digitalen Formate sehr versiert, sondern stets die besten Ideengeber für kreative Schülerprojekte, heißt es in der Mitteilung weiter. So entstand aus einem Ausgangsgedanken in kürzester Zeit die Idee, Schüler in den Wald zu schicken und mit gesammelten Walderzeugnissen ein Willkommensschild gestalten zu lassen. Alle wurden zusätzlich mit einem Holzbrett ausgestattet, ansonsten war die Aufgabenstellung offen. Die Herausforderung bestand darin, sich selbst einen Plan für die Umsetzung zu machen, das Willkommensschild zu gestalten und den Prozess zu dokumentieren.

Handwerkliches Geschick

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„Was brauche ich? Was muss ich mir leihen? Welche Ideen habe ich?“ Neben der Kreativität war auch etwas handwerkliches Geschick gefragt. Beides haben die Schüler mit ihren Ergebnissen unter Beweis gestellt, so das Urteil der Ideengeber Stefan Bäumer und Jörg Voigt, beide technische Lehrer an der ESS.

Schule mal anders – aber gerade in Corona-Zeiten ein Lichtblick. „Die Willkommensschilder sind so bunt und einzigartig, wie unsere Schüler selbst. Wir sind stolz auf die Ergebnisse aber vor allem auf unsere Schüler und dankbar, dass sie so gut durchhalten! Bleibt dran – wir sind für euch da“, lobt Kuppinger abschließend alle Teilnehmer. zg

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