Integration - Weihua Wang baut ihr Programm „myBuddy“ aus Freundschaftspaare sollen sich regional vernetzen

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zg
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Weihua Wang ist die Gründerin des Integrationsprogramms „myBuddy“. Mit einem jungen Team aus Ehrenamtlichen fördert sie unter dem Motto „Integration durch Freundschaft“ das Miteinander im Land, schreibt die 26-jährige Schwetzingerin dazu in einer Pressemitteilung, in der sie auf ein neues Projekt verweist.

Die kreativen Köpfe hinter „myBuddy“ suchen Freundschaftspaare. © mybuddy
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Deutschland sei eine „Multi-Kulti-Nation“. Jede vierte Person habe einen Migrationshintergrund; bei den unter Fünfjährigen seien es bereits über 40 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt: Mikrozensus – Bevölkerung mit Migrationshintergrund, 2019). „Die kulturelle Diversität in unserem Land zu unserer einzigartigen Stärke entwickeln – so lautet die Vision des Integrationsprogramms ,myBuddy‘“, verdeutlicht Wang. Das aktuell achtköpfige Team, bestehend aus jungen Ehrenamtlichen, will diese Mammutaufgabe anpacken. Wie? Über eine deutschlandweite Plattform, die Zugewanderte und Einheimische durch einen automatisierten Algorithmus passgenau zusammenbringt. Das Projekt startet jetzt in seine zweite Runde: Ab sofort und bis zum 5. März können sich Interessierte unter www.my-buddy.org anmelden. Danach werden die Teilnehmer auf Basis von Alter, Wohnort und gemeinsamen Interessen miteinander zu „myBuddy“-Freundschaftspaaren vernetzt.

Automatisches Matching

Diese Freundschaftspaare entscheiden anschließend selbst, wo, wann, wie oft und in welcher Form sie sich austauschen wollen. „Das Programm ist bewusst niederschwellig gestaltet, so dass jeder ohne großen Aufwand etwas zur Integration beitragen kann. Mit diesem Ansatz möchten wir möglichst viele Menschen für die Integrationsarbeit erreichen und das wiederum ist entscheidend für den Integrationserfolg“, betont Gründerin Wang.

Um die Menschen vor Ort zu erreichen, strebt „myBuddy“ Kooperationen mit den Integrationsbehörden in den Landkreisen an. Außerdem sollen auch Unternehmen als Sponsoren für gemeinsame Aktivitäten in die Integrationsförderung einbezogen werden, indem sie den Teilnehmern zum Beispiel Freikarten für Freizeitparks, Theaterbesuche oder Kaffeegutscheine zur Verfügung stellen.

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Das Team ist überzeugt von seinem neuen Ansatz für die Integrationsarbeit. Luis Jahnel (24), hauptberuflich Sozialarbeiter bei der Caritas Heidelberg, sagt: „Ich war sofort begeistert von der ,myBuddy‘-Idee und habe Kontakt zu Weihua aufgenommen. Es braucht dringend eine zentrale und moderne Plattform, um dem wichtigen Thema Integration mehr Sichtbarkeit zu geben.“ Dabei setzen die Ehrenamtlichen zudem sehr stark auf die sozialen Netzwerke Instagram, Facebook, LinkedIn und TikTok. „Wir wollen mit dem flexiblen Ansatz insbesondere diejenigen Menschen erreichen, die sich bisher noch nicht aktiv für die Integration engagieren. Außerdem können wir durch unser automatisiertes Matching das soziale Angebot ressourceneffizient anbieten“, ergänzt Social-Media-Managerin Bettina Kost (27).

Die Idee von „myBuddy“ kam Weihua Wang 2018 während ihrer Amtszeit als Jugenddelegierte von Deutschland für den Europarat in Straßburg. Aus eigener Integrationserfahrung weiß die gebürtige Chinesin, wie wichtig es ist, dass beide Seiten aufeinander zugehen. Regional wurde das Programm mit positiver Resonanz und Unterstützung vom Rhein-Neckar-Kreis, dem Fachbereich für Arbeit und Soziales der Stadt Mannheim sowie der Stadt Schwetzingen durchgeführt. Nun soll „myBuddy“ schrittweise als deutschlandweite Integrationsplattform und soziale Marke aufgebaut werden. 

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