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Probleme beim Impfstatus

Frisch geboostert – aber an der Kneipentür glaubt es niemand

Genesen, geimpft, aufgefrischt – das ist eine Kombination, die beim Nachweis in der Corona-App immer wieder für Probleme sorgt. Wir haben Beim Robert-Koch-Institut nachgefragt.

Von 
Jürgen Gruler
Lesedauer: 
Symbolbild. © Stefan Puchner

Region. Die Zahl 3 spielt derzeit eine Hauptrolle, bei den Menschen, die ab und an mal in eine Kneipe wollen oder in ein Restaurant, um ein schönes Abendessen zu genießen. Wohl dem, der dort auf Personal trifft, dessen Chefs ihm einen QR-Code-Scanner zur Verfügung stellen. Da leuchtet dann sogar bei mir der grüne Haken auf und ich werde problemlos eingelassen. Anders ist das dann, wenn der Mitarbeiter nachschaut und eben streng auf den Hinweis 3 von 3 Impfungen schaut. Denn der fehlt mir und all jenen, die irgendwann im Laufe des Jahres Corona hatten.

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Bei mir gibt es einen Genesenennachweis aus dem April 2021, im September durfte ich dann erst einmal geimpft werden und hatte damit den vollen Impfschutz, wie meine Bescheinigung 1 von 1 bescheinigt. Und jetzt im Januar wurde ich geboostert, was mit der Bescheinigung 2 von 2 Impfungen bestätigt wird. Aber halt nicht mit 3 von 3 – so wie es das Gaststättenpersonal und die Betreiber von Kultureinrichtungen eingeübt haben. Die Diskussionen sind also vorprogrammiert und oft nicht ganz einfach. Da es auch einer ganzen Reihe von Lesern so erging, die sich an uns gewandt haben, richteten wir Anfragen ans Robert-Koch-Institut (RKI) und ans Bundesgesundheitsministerium (BMG). Unsere Frage lautete, wie man sich als Betroffener in solchen Fällen verhalten sollte und ob es nicht sinnvoller wäre, einfach den gängigen Begriff Boosterimpfung zu verwenden?

Parissa Hajebi vom Pressereferat des Gesundheitsministeriums stellt da eine baldige Änderung in Aussicht: „Laut Beschluss der EU-Kommission müssen bis zum 1. Februar die Nachweise für Johnson & Johnson-Geimpfte und für Genesene geändert werden. Das setzt das Bundesministerium für Gesundheit gerade um. Dabei wird geprüft, wie die Zertifikate von betroffenen Personen, die mit einem einmal anzuwendenden Vektorimpfstoff (J & J) oder im Falle einer Genesenenimpfung möglichst schnell und einfach ein Zertifikat erhalten können, welches den neuen Darstellungsanforderungen entspricht. In diesem Zusammenhang werden auch weitere Anpassungen geprüft“, so Hajebi.

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Bereits jetzt könne der Status mit dem Genesenennachweis (digital oder analog) und dem Nachweis des vollständigen Impfschutzes erfolgen. Auf diesen Hinweis unter dem QR-Code müssen Betroffene möglichst nochmals aufmerksam machen, wenn es Probleme gibt. Dort steht jetzt seit neuestem der explizite Hinweis, dass es sich „um einen Impfstoff handelt, bei dem nur eine Impfdosis erforderlich ist oder um eine Impfung für Genesene, die nur eine Impfdosis benötigen. Und bei der Boosterimpfung wird darauf hingewiesen, dass mit 2 von 2 Impfungen alle derzeit verfügbaren Impfungen durchgeführt worden sind.

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Wolfgang Scheida vom RKI empfiehlt folgende Vorgehensweise: „Zeigen Sie zusätzlich zum QR-Code Ihrer zweiten Impfung in der App, dass Sie mit Ihrer ersten Impfung schon eine vollständige Grundimmunisierung hatten. Dies ist an der Zertifikatsnummer 1/1 zu erkennen. Klicken Sie dazu auf den QR-Code auf dem Startbildschirm oder auf den Button „Zertifikate anzeigen“ und weisen Sie in der Auflistung der Zertifikate auf Ihr Zertifikat mit der Nummer 1/1 hin. Falls nötig, können Sie zudem einen Nachweis über Ihre Genesung vorzeigen, bestenfalls ein digitales Genesenenzertifikat, alternativ einen Genesenennachweis oder einen positiven PCR-Test“, so Scheida. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis es hoffentlich eine klarere Kennzeichnung gibt, die dann wohl automatisch auf Zertifikat in der Corona-Warn-App auftaucht.

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.

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