GRN-Klinik Geriatrie in Schwetzingen nimmt wieder Patienten auf

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Laura Berger
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Chefarzt Markus Bender und Pflegefachkraft Christine Orth im Gespräch mit Patientin Frigge Jacob. Alle sind froh über die Wiederaufnahme der Behandlung. © GRN

Schwetzingen. „Wir sind froh, dass unsere Patienten wieder da sind!“ Diese Aussage stammt von Markus Bender, Chefarzt der GRN-Klinik für Geriatrische Rehabilitation in Schwetzingen. Gemeinsam mit seinem Team darf er seit wenigen Tagen wieder Reha-Patienten behandeln. Seine Abteilung war zuletzt vier Wochen lang geschlossen, gegen Ende Januar dann Schritt für Schritt langsam wieder geöffnet worden. Der Grund: Das Pflegepersonal wurde aufgrund der Versorgung von Covid-19-Patienten dringend an anderer Stelle benötigt und eingesetzt worden. „Mein Team und ich freuen uns, dass es jetzt weitergeht“, sagt Bender, der einem geregelteren Arbeitsalltag optimistisch entgegensieht laut einer Pressemitteilung der GRN.

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In der Rehabilitation wird älteren Patienten die Möglichkeit gegeben, direkt nach einer Akutbehandlung im Krankenhaus ihre Selbstständigkeit für den Alltag zurückzuerlangen. Durch das Angebot der wohnortnahen Rehabilitation können Patienten ihre familiären und sozialen Kontakte auch während eines längeren stationären Aufenthalts aufrechterhalten. Im Jahr 2020 hatte die Klinik ihr 25-jähriges Bestehen. Die Abteilung verfügt über 26 stationäre Behandlungsplätze.

Akutgeriatrie neu eröffnet

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten aktuell für die gesamte Klinik strenge Hygieneschutzmaßnahmen. Patienten und Mitarbeiter tragen medizinische Masken (OP- oder FFP 2-Masken). Stationär aufzunehmende Patienten werden vor Ort auf Corona getestet oder müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Besucher sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, derzeit leider nicht erlaubt.

Die GRN-Klinik bietet neben der Behandlung älterer Patienten im Rehabilitationsbereich auch eine Behandlung von Patienten im Akutbereich an. Dafür steht ein qualifiziertes, speziell ausgebildetes interdisziplinäres Team zur Verfügung, das aus Ärzten und Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Seelsorgern, Psychologen und Mitarbeitern des Sozialdienstes besteht. Die besonderen Vorsichtsmaßnahmen im Bereich der Geriatrischen Rehabilitation gelten gleichermaßen für die im Oktober 2020 neu eröffnete Abteilung Altersmedizin.

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Die Patientengruppe der überwiegend über 80-Jährigen, die jetzt auch vom Hausarzt, Facharzt oder von einer anderen Klinik zur stationären Behandlung direkt in die Altersmedizin (Geriatrie) Schwetzingen eingewiesen werden kann, weist in der Regel einen hohen Grad an Gebrechlichkeit auf und leidet an mehreren Krankheiten gleichzeitig (Multimorbidität). Viele Akuterkrankungen – wie beispielsweise ein Schlaganfall, ein Sturz mit Brüchen, ein Infekt, eine Herzschwäche oder akut zunehmende Schmerzen bei chronischen Erkrankungen – können den plötzlichen Verlust der Selbstständigkeit bedeuten.

Interdisziplinäre Betreuung

Die davor noch ausreichende Muskelkraft reduziert sich schnell, wenn die Muskeln nicht benutzt werden. Gerade bei älteren Menschen drohen durch die Immobilität zusätzliche Komplikationen wie Wundgeschwüre, Austrocknung, Verwirrtheit, Inkontinenz oder Lungenentzündung. Um dies zu verhindern, werden geriatrische Patienten ganzheitlich von allen Mitgliedern des Teams betreut.

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Neben der adäquaten medizinischen Behandlung kann in der Altersmedizin auch zeitgleich eine Frührehabilitation angeboten werden. Das behandelnde Team trifft sich täglich, überarbeitet den individuellen Therapieplan und legt neue Ziele fest, um die größtmögliche Selbstständigkeit und bestmögliche Lebensqualität für den Patienten wiederzuerlangen. Dabei ist Demenz ein großes Thema.

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Im Bereich der Altersmedizin ist zudem auch ein kleiner geriatrischer Palliativbereich angesiedelt. Hier begleitet eigens spezialisiertes Personal adäquat Patienten mit fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankungen und lindert deren Leiden mit vielfältigen Therapiemöglichkeiten.

Der Besuch durch Angehörige ist hier zugelassen, denn für den Palliativbereich gelten gesonderte Ausnahmeregelungen. zg

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