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 Rokokotheater - Benefizkonzert des Rotary-Clubs mit der „Modern Church Band“ Glaube, Liebe und Hoffnung als roter Faden

Von 
Maria Herlo
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Die „Modern Church Band“ – in ihren roten Kleidungsstücken sichtbar bis in die hinteren Reihen des voll besetzten Rokokotheaters – nimmt das Publikum bei seinem Benefizkonzert mit auf eine Reise mit wunderschönen Geschichten und Stimmen. © Lenhardt

Mühelos vermochte die „Modern Church Band“ aus Karlsruhe den Saal des Rokokotheaters fast komplett zu füllen und die Zuhörer bis zum Schluss zu begeistern. Darüber freute sich der amtierende Präsident des Rotary-Clubs Schwetzingen-Kurpfalz, Marc-Philip Unger, denn mit dem Kauf eines Tickets unterstützten die Besucher ein wichtiges Projekt in Indien, wie er in seiner Begrüßungsansprache hervorhob.

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„Im vergangenen Jahr haben wir uns entschlossen, für unseren Club auch ein großes Projekt in Südindien in Angriff zu nehmen, das Kindern und Jugendlichen eine Zukunft in ihrer Heimat ermöglicht“, sagte er.

Die Rede ist vom „Community Center“, das er anschließend vorstellte und auch einen kurzen Film darüber zeigte. „Aus unseren vielseitigen Aktivitäten im vergangenen Jahr haben wir bereits 140 000 Euro generieren können“, erläuterte er, „so dass wir das ,Community Center‘ bauen können. Es unterstützt Menschen in Ländern, die nicht in Frieden und dem Wohlstand, wie wir ihn erfahren, leben dürfen.“

Bildung für Kinder

Entscheidend bei diesem Projekt ist die Nachhaltigkeit. Denn nach dem Bau werden dort mit Hilfe von Rotary in den kommenden Jahren Bildungsprogramme für benachteiligte Kinder und Jugendliche initiiert, Programme zur Selbstbehauptung für Mädchen und Frauen sowie für Erwachsene für die Unterstützung beim Aufbau kleiner Unternehmen.

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Doch auch regionale Projekte wird Rotary-Club Schwetzingen-Kurpfalz weiterhin fördern, betonte der Präsident. Und er dankte allen, die diesen Abend erst möglich gemacht haben wie den zahlreichen Sponsoren – und ganz besonders der „Modern Church Band“: „Das Ensemble tritt ohne Gage auf, um dieses Projekt zu unterstützen.“

In bester Spiellaune interpretierte die Band anschließend einen Mix aus Gospel-, Pop- und Rockmusik, dem sie jedoch ihren eigenen Stempel aufdrückte. Und Saxofonist Helmut Rapp meldete sich in alter Frische zurück und moderierte höchst professionell und charmant diesen Konzertabend, wobei er stets Bezug zum Anlass selbst nahm, zum Publikum, zu den Musikern auf der Bühne und zum Inhalt der Stücke.

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Wie ein roter Faden zogen sich durch das gesamte Programm Themen wie Glaube, Liebe, Hoffnung, die Sinnlosigkeit von Kriegen, von Ausgrenzung und Unterdrückung. „Wir wollen Sie heute mitnehmen auf eine Reise mit wunderschönen Geschichten, Klängen und Stimmen“, kündigte der Moderator an, eine Reise, die mit „There is a tree on east side of the river“ begann und mit dem berückenden Stück „Some say love“ als Zugabe endete. Dazwischen interpretierte das Ensemble eine Reihe von Songs, die zum Hit geworden sind wie „You raise me up“ von Josh Groban, „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Somewhere over the rainbow“ von Harold Arlen oder „Nessaja“ aus „Tabaluga“ von Peter Maffay.

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Für Höhepunkte an diesem Abend sorgten die Solistinnen Claudia Müller und Susanne Kunzweiler. Sie füllten den Saal des Rokokotheaters mit ihren kraftvollen, manchmal auch elegischen Gesangsstimmen und riefen Begeisterungsstürme hervor. Von der enormen musikalischen Ausstrahlung der Band mit eigenen, wunderbaren Solisten an diversen Instrumenten wie Flügelhorn, Saxofon, Flöte, Keyboard, Gitarre oder Schlagzeug waren die Zuhörer ebenfalls restlos begeistert. Ihr technisches Niveau bewiesen die Musiker sowohl als Begleiter der Gesangsgruppe als auch in instrumentalen Titeln wie dem Elvis-Presley-Hit „Crying in the chapel“.

Mut zeigen und nicht schweigen

Frenetischen Beifall gab es für die Worte Helmut Rapps, die er aus aktuellem Anlass an den Song „Proud Mary“ anschloss. „Heute“, meinte Rapp, „gibt es nicht wenige, die mit Hass und rechter Hetze vorgehen, laut und ohne Hemmung. Lassen Sie uns gemeinsam gegen solches Gift zusammenstehen, Mut zeigen und nicht schweigen, für ein besseres Klima einstehen für Wertschätzung und Menschlichkeit, damit es nicht weitere Tote gibt.“

Freie Autorin