Nachwuchs

GRN-Klinik in Schwetzingen: 100 Geburten weniger als im Vorjahr

An der GRN-Klink Schwetzingen sind bis Mitte Dezember 379 Mädchen und 455 Jungen auf die Welt gekommen. Demnach wurden in diesem Jahr rund sieben Prozent weniger Kinder geboren als 2021.

Von 
Frauke Sievers
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In Schwetzingen (hier ein Symbolbild) sind bis Mitte Dezember 834 Babys zur Welt gekommen. Die 900er-Marke wird dieses Jahr nicht mehr geknackt werden.

Schwetzingen. An der GRN-Klink Schwetzingen sind bis Mitte Dezember 379 Mädchen und 455 Jungen auf die Welt gekommen. Das teilt die Klinik mit.

834 Babys haben bis Mitte Dezember an der GRN-Klinik Schwetzingen das Licht der Welt erblickt. Bis zum Jahresende geht die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe von 879 Geburten aus. Zwar sind das dann knapp 100 weniger als im vergangen Rekordjahr als die Zahl bei über 960 lag, doch spiegelt dies die Angaben des Statistischen Bundesamtes wider. Demnach wurden in diesem Jahr rund sieben Prozent weniger Kinder geboren als 2021.

Ein Grund, weshalb sich immer wieder so viele werdende Eltern für die Geburtshilfe in Schwetzingen entscheiden, ist sicherlich, dass sie dort mit einer Eins-zu-eins-Betreuung rechnen können. Möglich macht dies an der 2021 erneut als babyfreundlich zertifizierten Klinik ein Pool von 18 Hebammen.

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„Wir bemühen uns hier um eine physiologische und babyfreundliche Geburtshilfe und versuchen immer, die Wünsche der werdenden Eltern zu erfüllen“, sagt Chefärztin Dr. Annette Maleika. Die Hebammen arbeiten in Schwetzingen in 12-Stunden-Schichten und sind immer zu zweit im Dienst. „Die Frauen erleben dadurch weniger Schichtwechsel und können sich darauf verlassen, dass jede ihre eigene Hebamme hat, die für sie zuständig ist. Das schafft Vertrauen“, erläutert Hebamme Gabi Janku. Bei größerem Geburtenaufkommen ist es dank der hohen Zahl an Hebammen möglich, weitere hinzuzurufen, was heutzutage nicht selbstverständlich sei, wie Janku betont. So war es auch in Pandemiezeiten immer möglich, genügend Personal zur Verfügung zu stellen und keine Ausfallzeiten zu haben, so die Klinik weiter.

Mehr Privatsphäre für Gebärende

Die Zertifizierung als babyfreundliche Klinik garantiert den werdenden Eltern, dass von Beginn an eine intensive Bindung zwischen Baby und Eltern gefördert wird. „Wir beziehen die Väter immer in den Geburtsprozess mit ein, sodass diese ihre Partnerin uneingeschränkt unterstützen können“, so Chefärztin Maleika. Die ausreichende Zahl an Familienzimmern fördere diese Praxis. Hier können die jungen Familien die ersten Stunden und Tage gemeinsam verbringen.

Seit Herbst vergangenen Jahres haben Frauen nun auch die Möglichkeit, im hebammengeleiteten Kreißsaal allein mit einer Hebamme zu entbinden. Dies entspricht dem Wunsch vieler Schwangerer nach einer möglichst natürlichen und störungsfreien Geburt. Dr. Maleika: „Wir haben hierfür klar definierte Kriterien, damit die Geburt sanft und sicher erfolgen kann. Der große Vorteil ist dabei aber auch der doppelte Boden, das heißt, sobald es zu einer unvorhergesehenen Komplikation kommt, kann sofort auf das ärztliche Betreuungsmodell umgeschaltet werden.“ Gabi Janku ergänzt: „Es ist zwar ein kleiner Teil an Frauen beziehungsweise Paaren, die sich für diese Art der Geburtshilfe entscheiden, doch wird dadurch der Wunsch nach einer interventionsarmen Geburt, bei der zu jeder Zeit ein Arzt hinzugezogen werden kann, abgedeckt.“ Außerdem fördere das Modell, bei dem sich Ärzte und Hebammen mit dieser Form der Geburtshilfe auseinandersetzen, dass alle Abläufe neu überdacht werden und die gemeinsame Arbeit im Team noch mehr unterstützt werde. Janku: „Hebammengeleitete Geburtshilfe ist Teamarbeit und schließt Ärzte keineswegs aus.“ Im Mai ist die Fertigstellung eines weiteren Kreißsaals geplant. Bei den Vorteilen sind sich Chefärztin und Hebamme einig: Mehr Flexibilität und vor allem auch mehr Freiraum und Individualität für die Frauen.