CDU - Die Online-Diskussionsreihe „Eisenmann will’s wissen“ macht bei Landtagskandidat Andreas Sturm Station / Gerade im Sportbereich fordert sie weitere Öffnungen Händler, Wirte und Eltern brauchen Perspektiven

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Andreas Sturm
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CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm im Gespräch mit der Kultusministerin und Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann. © CDU/Sturm

Auf ihrer „Eisenmann will’s wissen“-Tour wäre Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann jetzt bei Landtagskandidat Andreas Sturm im Wahlkreis Schwetzingen vor Ort gewesen, um Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zur Verfügung zu stehen. Corona-bedingt wurde dieses Format nun digital durchgeführt.

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„Es ist gerade eine Herausforderung“, sagt Eisenmann auf die zuerst gestellte Frage, wie viel Spaß ihr denn ihr Job als Kultusministerin mache.“ Aber das gelte ja für viele Berufe und viele Menschen in der Situation. Ich freue mich, dass ich gestalten und voranbringen kann. Es sei eine ständige Abwägung, „aber es macht mir Spaß!“ Die ständige Abwägung bestehe aus den aktuell gültigen Maßnahmen in Deutschland und Baden-Württemberg, die auch Wirkung zeigten und den damit verbundenen Folgen wie der Schließung des Einzelhandels, der Gastronomie, aber auch der Kitas und Schulen. „Wir überlegen und diskutieren ständig: Wie kann man bei sinkenden Infektionszahlen schrittweise und verantwortungsbewusst öffnen? Wir können nicht alles geschlossen lassen, aber das Coronavirus ist da und die Mutante ebenso. Aus diesem Grund müssen wir testen, testen, testen! Auch ohne Symptome. Der Einzelhandel, die Gastronomie, aber auch die Kinder und Eltern brauchen Perspektiven.“ Landtagskandidat Andreas Sturm bestärkt das: „Wenn den Menschen die Perspektive fehlt, dann hat man nicht die Kraft, das durchzustehen.“ Annette Dietl-Faude aus Oftersheim fragt nach, wie die Strategie zur Schulöffnung aussehe und ob die Schulen digital gut genug ausgestattet seien. „Ziel ist es, die Präsenz so zügig wie möglich herzustellen, vor allem in Kitas und Grundschulen. Das muss der erste Schritt sein“, antwortet die Kultusministerin. „Der Fernunterricht läuft seit Mitte Januar sehr gut! Klar, hatten wir am ersten Tag nach den Weihnachtsferien unsere Probleme und mit einem Hackerangriff zu kämpfen, aber insgesamt läuft es“, so die Ministerin. Man habe aus dem Frühjahr gelernt und Serverkapazitäten hinzugekauft ebenso 300 000 Laptops für die Schülerinnen und Schüler.

Vereinen Möglichkeiten bieten

Roland Wahl, Vorsitzender des TC Plankstadt, fragte , wie die Perspektive für die Tennisvereine sei, da das angrenzende Bundesland Hessen Tennissport wieder erlaube, und weil ja der Abstand auch in der Halle gewahrt werden könne. Als Sportministerin sei sie entspannter, einzelne Bereiche wieder zu öffnen. Jedoch stehe dies aktuell entgegen der Gesamtlinie Baden-Württembergs. Vor allem das Sozialministerium lehne jede Form der Öffnung für einzelne Bereiche ab. „Eine schrittweise Öffnung liegt mir sehr am Herzen. Als Sportministerin habe ich mehrfach angemahnt, die hessische Lösung zu übernehmen, denn wo Hygieneauflagen eingehalten werden können, wie auch beim Reitsport und Golfen, kann man eine Öffnung zulassen.“

Andreas Sturm ergänzte: „Es geht auch darum, dass zum Beispiel bei der DLRG, da die Schwimmbäder geschlossen sind, kein Nachwuchs und keine Rettungsschwimmer nachkommen. Nicht mal Polizisten könnten in ihrer Ausbildung eine Schwimmprüfung ablegen.“ Es gehe aber auch um eine Perspektive für Fitnessstudios. Gerade Menschen mit körperlichen Behinderungen seien auf Muskelaufbau und -erhalt angewiesen. In einem Gespräch mit dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Gemeinde Brühl, Rudi Bamberger, hatte sich Sturm kürzlich über die Auswirkungen auf Bürger mit Handicap ausgetauscht.

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Bei der Frage, warum Erzieherinnen keine Masken tragen müssten, verwies die Kultusministerin auf die Eigenverantwortung. Grundsätzlich könne jeder eine Maske tragen. Warum Kinder bis zehn Jahre anders bewertet würden, liege an wissenschaftlichen Studien, die zeigten, dass Kinder in diesem Alter vergleichsweise wenig zum Infektionsgeschehen beitrügen. Zur Testung an Kitas und Schulen teilte Eisenmann mit, dass die Erzieherinnen und Lehrer nach den Fasnachtsferien die Möglichkeit hätten, sich zweimal die Woche testen zu lassen.

Eine weitere Frage bezog sich darauf, wie Eisenmann die Metropolregionen, gerade im Hinblick auf große Projekte sehe. „Wir werden nach Corona schauen müssen, dass wir Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. Dafür haben die Metropolregionen eine gute Ausgangslage. Hier wird Zukunft entwickelt und gemacht. Die wirtschaftliche Entwicklung, die wir jetzt einläuten, entscheidet, ob wir auch in einem Jahrzehnt noch alle in Wohlstand leben“, so die CDU-Spitzenkandidatin.

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Weitere Fragen wurden zum Thema Grenzöffnungen, zur Absenkung der Grunderwerbsteuer auf 3,5 Prozent und zur Hilfe für die Kommunen, insbesondere deren Einrichtungen, die bei Corona-Soforthilfen nicht antragsberechtigt waren, gestellt. Außerdem gefragt wurde, wie die Spitzenkandidatin zur Fusion der Uniklinken Heidelberg und Mannheim stehe: „Was soll ich dazu sagen, genau so, wie sie die Frage formuliert haben. Ein Thema mit Strahlkraft ist es. Ich bin froh, dass dies nun in einem guten gemeinsamen Prozess entwickelt wird.“

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Nach der Abschlussrunde dankt Andreas Sturm der CDU-Spitzenkandidatin für den engagierten und bürgernahen Wahlkampf. In ihren Abschlussworten gab Eisenmann an Andreas Sturm das Lob zurück, fand die Fragen der Bürger sehr anregend und freute sich auf einen „hoffentlich bald möglichen persönlichen Austausch. Ein Sturm in Stuttgart tut uns gut“, sagt Eisenmann abschließend und bezieht sich auf dessen Wahlkampfslogan. zg