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Freizeit

Ideen für einen Tag in Schwetzingen mit Kindern

Von 
Catharina Zelt
Lesedauer: 
Im Museum Blau gibt es für Kinder viel zu entdecken. © Montalbano

Schwetzingen. Manche plagt die pandemiebedingte Planungsunsicherheit bei Auslandsreisen, andere sind schon im vergangenen Sommer einfach auf den Geschmack gekommen – feststeht: Auch 2021 verbringen viele Familien die Sommerferien in der Region. Deshalb gibt der Rhein-Neckar-Kreis in einer Pressemitteilung Freizeittipps und führt durch verschiedene Freizeitangebote.
 
„Ferien in der Region sind kein Ersatz für echten Urlaub – Ferien in der Region sind echter Urlaub“, sagt Beate Otto, Tourismusbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises. „Voraussetzung ist natürlich, dass man offen dafür ist, die eigene Heimat neu zu entdecken.“ Zahlreiche kleine und große Überraschungen sind zwischen Weinheim und Sinsheim, zwischen Schwetzingen und Eberbach, zwischen Ladenburg und Neckargemünd erlebbar und – im wahrsten Sinne des Wortes – erfahrbar.
 
Deshalb stellt Beate Otto in diesen Sommerferien für jede Woche nicht nur einen Ausflugstipp für Familien vor, sondern auch eine aktuelle Tour, mit der die kürzlich zertifizierten "RadGuides" auf die Pedale und in die Landschaft locken. Dabei vermitteln sie nicht nur interessante Informationen zu Natur und Kultur, sondern auch zu Land und Leuten – und zeigen die Region in immer wieder frischen Zusammenhängen.
 

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Touren mit dem Fahrrad

  • Auf dem Fahrrad raus aus Mannheim: Natur, Handwerk und Geschichte im Umland der Quadratestadt gibt es auf dieser Tour zu entdecken. Vom Rheinauer Bahnhof geht es über die sandigen Oftersheimer Dünen nach Plankstadt. Dort schauen die Teilnehmenden Rudi Weik über die Schulter: In der „Bogenmanufaktur Weik“ bekommen sie einen Einblick in den Bogensport und auch in seine Werkstatt. Der nächste Halt ist dann auf dem Grenzhof. Hier wird RadGuide Steffen Weber nicht nur einige Geschichten zum Ort zum Besten geben, sondern auch einen „kulinarischen Geheimtipp“. Zusammen geht es dann wieder zurück zum Treffpunkt, dem Rheinauer Bahnhof. Die Tour ist am Samstag, 4. September, von 11.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Eine Anmeldung ist bei Steffen Weber unter radguiderheinneckar@outlook.com möglich. Die Tour kostet 4 Euro pro Person.
  • Auf dem Fahrrad das Burgenreich erkunden: Neckarbischofsheim liegt zwischen dem nördlichen Kraichgau und dem Kleinen Odenwald. In der kleinen Stadt, die gleich drei Schlösser zu bieten hat, startet die 40 Kilometer lange Runde. Von hier aus geht es in gemütlichem Tempo über landwirtschaftliche Wege und Waldwege in die Nachbarschaft, auf den Spuren Kraichgauer Adelsgeschlechter, über die RadGuide Beate Otto Einiges zu berichten weiß. Ein paar Hügel sind zu meistern, dafür werden die Teilnehmenden mit schönen Ausblicken belohnt – und zum Abschluss mit einer Einkehr. Wer noch Lust hat, kann am Ende der Tour die historischen Gebäude in Neckarbischofsheim besuchen. Diese sind am Tourentag geöffnet. Die Tour findet am Samstag, 11. September, von 11 Uhr bis 17 Uhr statt. Eine Anmeldung ist direkt bei Beate Otto unter b.otto@online.de möglich. Die Tour kostet 6 Euro pro Person.
  • Auf dem Fahrrad am Kallenbergsee: Die Fahrt führt von Neckargemünd nach Eschelbronn ins Naturschutzgebiet Kallenberg. Im ehemaligen Steinbruchgelände mit einem Feucht- und Trockenbiotop bringt RadGuide Friedbert Kaiser den Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch eine kleine naturkundliche Führung die Besonderheiten des Ortes näher. Hier wird auch gepicknickt (Selbstverpflegung). Die Tour schlägt zwar mit stolzen 50 Kilometer Länge zu Buche, bleibt aber größtenteils auf Straßen und befestigten Wegen und ist somit auch für weniger Geübte geeignet. Die Tour findet am Sonntag, 12. September, von 13 Uhr bis 18 Uhr statt und kostet pro Person 6 Euro. Eine Anmeldung ist direkt bei Friedbert Kaiser unter friedbert.kaiser@gmx.de möglich.

Heiter durch die Historie in Schwetzingen

Der Tag beginnt mit einem Frühstück auf dem "Alla hopp"-Gelände. Hier können Familien entweder ein selbst mitgebrachtes Picknick genießen oder das Angebot des örtlichen Kiosks nutzen, der nicht nur Imbissbudenstandards bietet, sondern auch gesunde Rohkost und Frozen Yogurt. Dann aber ran an die Geräte! Für die Kleineren stehen spannende Kletter- und Rutschgelegenheiten zur Verfügung, die Älteren dürfen sich an den Fitnessgeräten für das Tagesprogramm aufwärmen. Auf den Trampolinen haben aber sicher alle Generationen Spaß.
 
Im Anschluss geht es in die Stadt. Wer sich einen Familienbeutel in der Touristinformation in der Dreikönigstraße holt, kann mit Kinderstadtführer, Malstiften und Malbuch auf eine kleine Stadtrallye gehen und erfährt dabei allerlei Wissenswerte über die einstige kurfürstliche Sommerresidenz. Die Aufgaben darf die ganze Familie gemeinsam lösen. Als Belohnung winkt ein Gutschein für eine Kugel Eis nach Wahl. Bei der Tour durch die Stadt ist auch Gelegenheit für einen Besuch im Museum Blau, das sich ganz der Farbe widmet. Samstags werden hier auch kreative Aktionen für Kinder angeboten. Informationen dazu gibt's hier.
 
Für die Mittagspause empfiehlt sich ein Besuch im Biergarten „Blaues Loch“; wer sich ein wenig farbliche Abwechslung wünscht, kann aber auch den Biergarten „Zum grünen Hof“ besuchen. Im Anschluss lohnt sich noch ein Abstecher zum Spielplatz am Maschinenweg: Während Kinder hier ausgiebig spielen und toben können, werden sich die Eltern eher für die imposante Kulisse der römischen Wasserleitung interessieren.
 
Absoluter Pflichttermin in Schwetzingen und Programmpunkt für den späteren Nachmittag ist natürlich ein Besuch im Schlossgarten. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es viel zu entdecken und zu staunen; hier wurden nicht nur Gewässer künstlich angelegt, sondern auch Höhlen, eine Ruine und eine Gartenmoschee. Kinder finden ganz ohne Programm immer etwas zu tun, können aber natürlich auch Zusatzgewinn aus einer eigenen Kinderführung ziehen: Wer etwa möchte nicht dem Kurfürsten helfen, den verhexten Garten zu retten? So wird aus dem Parkbesuch noch ein richtiges Abenteuer.

Volontariat Jungredakteurin der Schwetzinger Zeitung

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