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Schwetzinger Freie Wähler - Planänderung beim Rothacker’schen Haus ist auch das Topthema beim gut besuchten Bürgertreff – und findet Zustimmung

„Ins Unendliche abgehobene Kosten wieder eingefangen“

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cp/zg
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Überraschend gut besucht präsentierte sich der Bürgertreff der Schwetzinger Freien Wähler (SFW) am Montag im Gesellschaftsraum der Awo. Vorsitzende Elfriede Fackel-Kretz-Keller betonte besonders, dass es schön sei, dass man nach einer derart langen pandemischen Durststrecke mittlerweile wieder deutlich merke, dass politisch in Schwetzingen wieder „was geht“.

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Nach der Begrüßung ging sie auf die anstehende Benennung der neu zu erstellenden Straßen im Baugebiet „Schwetzinger Höfe“ ein, wobei insbesondere die geplante Fredericksburger Straße von den Zuhörern begrüßt wurde. Jetzt, so Fraktionsvorsitzender Carsten Petzold, solle man aber ernsthaft darüber nachdenken, dass spätestens bei der Oststadterweiterung eine „Wachenheimer Straße“ dem hervorragenden Partnerschaftsverhältnis zur Südpfälzer Weinstadt gut zu Gesicht stehen würde.

Zum Schandfleck verkommen

Stadtrat Karl Rupp brachte dem Auditorium den Sachstand des Vorhabens rund um das Rothacker’sche Haus näher. Nach Ansicht der SFW werde es Zeit, dass sich dort was tut, damit die Planungen nicht zur unendlichen Geschichte verkommen. Rupp erinnert zunächst an die Geschichte geplanter Baumaßnahmen der vergangenen Jahre unter diversen Oberbürgermeistern, die von einer Stadthalle bis hin zu Vier-Sterne-Hotels gegangen seien. Froh war er darüber, dass insbesondere die SFW maßgeblich zur Verhinderung solcher Pläne beigetragen haben. Allerdings seien das Rothacker’sche Haus und der Platz darum mittlerweile zu einem Schandfleck verkommen und eine Zustandsänderung sei deshalb unabdingbar.

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So sei auch die Ursprungsplanung der Stadtverwaltung zu Sanierung und Umbau mit allem „Pipapo“ grundsätzlich eine tolle Idee und deshalb auch mehrheitsfähig im Stadtrat gewesen. Da jedoch die geplanten Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen seien und letztlich über 21 Millionen Euro prognostiziert wurden, habe der Stadtrat nicht mehr mitgezogen und die Verwaltung begonnen, ernsthaft neu zu denken. In einer Sitzung der Stadtspitze mit den Fraktionssprechern sei man übereingekommen, eine deutlich abgespeckte Version zu prüfen und Planungen dazu vorzulegen, so Rupp weiter.

Dieses Kunststück sei gelungen und so solle jetzt über eine Vorlage abgestimmt werden, die ohne hochwertige Gastronomie, ohne riesiges Museum, ohne „spinnerte Hightech“, jedoch mit einer Tourist-Info und einem kleineren Museum auskommt, das alles barrierefrei. Die Gesamtfläche sei von über 2000 auf gut und gerne 900 Quadratmeter reduziert worden: „Die ins Unendliche abgehobenen Kosten wurden wieder eingefangen und auf ein erträgliches Maß reduziert.“ Mit den Förderzusagen von Bund und Land könnten die Gesamtkosten auf unter 10 Millionen Euro reduziert werden. Dem gegenüber stünden in der Rücklage des Haushalts liquide Mittel von über 20 Millionen Euro. Zusammenfassend erklärte Rupp, dass dies jetzt eine vernünftige und tragbare Planung sei, die nach Ansicht der Schwetzinger Freien Wähler alternativlos sei: „Nichts zu machen ist nichts. Der jetzige Zustand ist beileibe kein Aushängeschild für Schwetzingen.“ Hinzu komme, dass in der Folge des Umzugs des Schwetzinger Museums in ein neues Rothacker’sches Haus die Option bietet, dass die Räumlichkeiten des Bassermann Hauses spätestens 2025, wenn die verpflichtende Ganztagsschule kommt, für eine Erweiterung der Südstadtschule zur Verfügung stünde und der Rest der Räumlichkeiten den Schwetzinger Vereinen zugute kommen könnte. Dass sich diese Planungen zudem harmonisch in die neue Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Spargelgenossenschaft und den neu zu gestaltenden Alten Messplatz eingliedern, sei nur ein weiteres Zustimmungskriterium. cp/zg

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