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Ist das vegan?

Vanessa Schäfer ist Veganerin und Ernährungsberaterin. Sie gibt im Veganuary einen Monat lang Impulse für ein bewussteres vitaleres Leben.

Von 
Vanessa Schäfer
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Wer sich auf das Experiment Veganuary eingelassen hat, mag vielleicht vor dem Supermarktregal zunächst ein bisschen überfordert sein. „Ist das vegan?“, fragt man sich bei vielen Lebensmitteln am Anfang der Ernährungsumstellung. Wir alle kennen das V-Label (Kleingedrucktes beachten) und die Veganblume – eindeutige Siegel, anhand der wir auf den ersten Blick erkennen, ob ein Produkt pflanzlich ist oder nicht. Doch die Lizenzierung mit Vegan-Siegeln kostet Geld. Deshalb verzichten viele Lebensmittelhersteller darauf, obwohl ihre Produkte häufig vegan sind.

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Veganer erkennt man im Supermarkt deshalb oft daran, dass sie zunächst die Inhaltsstoffe eines Produkts lesen, ehe es in den Einkaufswagen wandert. Doch wie liest man diese richtig? Allergene sind in diesen Listen fett gedruckt. Dadurch erkennt man auf den ersten Blick schnell tierische Inhaltsstoffe wie etwa Milchpulver oder Hühnereiweiß. Typische tierische Inhaltsstoffe, die auf den Listen nicht-veganer Lebensmittel auftauchen, sind: Butter(rein)fett, Molke(pulver), Milch(pulver), Gelatine, Ghee, Kasein, L-Cystein, Lecithin, Lanolin, Karmin, Albumin, Talg, Lab.

Achtung bei Zusatzstoffen

© Jörn Wittmann

Doch Vorsicht: Manche tierische Inhaltsstoffe verstecken sich auch hinter den Lebensmittelzusatzstoffen, den E-Stoffen. So steht E 120 etwa für Echtes Karmin, ein Farbstoff, der aus Schildläusen gewonnen wird. E 441 ist ein Synonym für Gelatine, E 901 steht für Bienenwachs, E 913 für Lanolin, als Wollwachs bekannt. Das erschwert natürlich den Einkauf. Hier kann die Codecheck-App Unterstützung bieten. Auch der Griff zu Bio-Lebensmitteln macht es leichter: Sind bei konventionellen Lebensmitteln über 300 E-Stoffe erlaubt, so sind es bei Bio-Produkten laut EU-Öko-Verordnung lediglich 53, bei Demeter, Bioland und Naturland noch deutlich weniger.

Übrigens: Was auf den Inhaltslisten unter „Kann Spuren von…“ aufgeführt wird, ist kein Inhaltsstoff. Hier ist es möglich, dass in derselben Fabrik auch tierische Lebensmittel produziert werden. Das Produkt selbst ist dennoch vegan. Als Faustregel gilt: Je kürzer die Liste der Inhaltsstoffe, desto besser das Produkt.

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