Familien-Gottesdienst - Mädchen und Jungen gehen auf Entdeckungsreise / Sie blicken unter sachkundiger Leitung hinter die Kulissen des Gotteshauses Kinder beim Schwetzinger Familien-Gottesdienst auf Entdeckungsreise

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Gastbeitrag von Margit Rothe
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Christian und Clara treffen vor dem Altar letzte Absprachen zur „Predigt“. © Rothe

Die evangelische Kirchengemeinde gestaltet an diesem Sonntag, 21. Februar, den Gottesdienst als digitalen Familien-Gottesdienst. Ab 10 Uhr wird er auf dem Youtube-Kanal zu finden sein. Große und kleine Kinder gehen dabei auf Kirchenentdeckung. Bei den Vorbereitungen staunt Dominik nicht schlecht: „Was? So viele Pfeifen hat die Orgel? Das ist ja unglaublich!“ Und sein Bruder Leonard hält sich die Ohren zu, als Bezirkskantor Detlev Helmer der Orgel ihren höchstmöglichen Ton entlockt: „Hilfe – das klingt ja wie eine Hundepfeife!“

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Zoé freut sich schon darauf, dass sie den Kerzentext zu Beginn des Gottesdienstes sprechen darf und wünscht sich, dass die Kinder, die zu Hause zuschauen, auch eine Kerze anzünden: „Dann können sie so richtig mit uns Gottesdienst feiern. Und sie können auch mitsingen; denn das geht ganz leicht. Wir machen Bewegungen zu den Liedern!“

Julia und Emilia bereiten vor

Die Mitarbeiterinnen Julia und Emilia, die zum Kindergottesdienst-Team gehören, sind bei der Vorbereitung ordentlich beschäftigt. Corona-tauglich kommen die Kinder in Zweier- und Dreiergruppen in die Stadtkirche, um mit Hilfe der Teamer ihren jeweiligen Spezialbereich aus der Kirche vorzubereiten.

Katharina weiß schon vorher: „Ich will was zur Taufe machen.“ Sie kann sich an ihre eigene Taufe erinnern, die Diakonin Margit Rothe vorfünf Jahren bei einem Krabbel-Gottesdienstes durchführte. Sie untersucht jetzt den Taufstein und lässt sich Taufschale und Taufkanne zeigen. Ihre Schwester Marlene ist mutig und befasst sich mit den Kirchenfenstern. Als Viertklässlerin, die gerne in den Religionsunterricht geht, entdeckt sie schnell das Fenster mit Martin Luther: „Den kenn ich! Das ist doch der Bibelübersetzer!“ Und als sie genauer hinschaut, kann sie sogar die kleine „Lutherrose“ entdecken, Luthers Familienwappen.

Die Kanzel ist ganz schon hoch!

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Carla untersucht den Altar: „Wozu liegt denn dieses merkwürdige Tischtuch dort?“ Von Emilia und Julia erfährt sie einiges über die sogenannten Paramente und wird dabei schnell zur Kirchenjahres-Expertin. Eine Stunde später kann sie sich mit Christian absprechen, der sich inzwischen in einen „Kindertalar“ angezogen hat und sich auf seine „Predigt“ vorbereitet hat. Er fühlt sich geehrt: „Diesmal bin ich der Pfarrer und darf von der Kanzel sprechen! Die ist ganz schön hoch!“ Und er lernt, dass die Kanzel einen „Schalldeckel“ hat, damit auch ohne Mikrofone die Worte unten gut ankommen können.

Das Vorbereitungsteam um Diakonin Margit Rothe und Kantor Detlev Helmer ist zufrieden: „Eigentlich hatten wir für die Faschingsferien wieder Kinderbibeltage geplant. Aber dieser digitale Familien-Gottesdienst jetzt ist eine prima Alternative, bei der Kinder- und Jugendteamer auf ihre Kosten kommen.“ Margit Rothe ergänzt: „Ungeplant, aber eine tolle Ergänzung ist ein Überraschungsbeitrag der Konfirmanden, der in deren digitalem Konfi-Unterricht entstanden ist. So sind letztlich doch viele Leute an der Gottesdienstgestaltung beteiligt!“

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Selbst der Kirchendiener macht sichtbar mit: „Das ist doch der Chef der Kirche! Den brauchen wir! Der kennt sich am besten aus!“, meint Zoé. Margit Rothe ergänzt aus ihrer Sicht: „Und der allerwichtigste Mann ist der Techniker! Ohne Maxi Jacobs, der diesmal alles in zahllosen Einzelabschnitten filmen und deshalb auch doppelt und dreifach so viel schneiden muss, geht gar nichts!“ Der Gottesdienst wird für große und kleine Leute passen. Er verbindet das Thema „Kirche“ mit dem Start der Passionszeit. Wer jetzt nicht einschalten und mitfeiern möchte, verpasst was.

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Wie der Gottesdienst ist auch die Kollekte digital – die Gemeinde bittet um Spenden auf ihr Konto bei der Sparkasse Heidelberg, IBAN DE90 6725 0020 0025 0169 20.

Info: Der Gottesdienst ist hier abrufbar.

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