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Aufbruch 2016 - Immanuel-Kant-Preis geht an Fritz Söllner

Krise als Mittel zur Macht

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zg/Bild: Söllner
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Die Initiative Aufbruch 2016 kämpft nach eigenen Angaben für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Bürgerrechte im Sinne der Aufklärung und der kritischen Philosophie Immanuel Kants, der für die menschliche Verpflichtung gegenüber Freiheit und Vernunft den Leitspruch prägte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Auf dieser ideellen Grundlage hat sie den Immanuel-Kant-Preis gestiftet für Menschen, die sich für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit einsetzen. Prof. Dr. Fritz Söllner (Bild) ist der vierte Preisträger, der von der Initiative mit dieser Auszeichnung geehrt wird.

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Fritz Söllner war von 1989 bis 1997 Assistent am Lehrstuhl VWL III (Finanzwissenschaft) der Uni Bayreuth. Vor 1991 bis 1992 forschte er als John F. Kennedy-Fellow an der Harvard University am Zentrum für Europäische Studien. 1997/98 vertrat er die Professur für Volkswirtschaftslehre an der Uni Ilmenau. Seit 1998 ist er dort Inhaber des Lehrstuhls.

Für Opfer der „Cancel Culture“

© Söllner

Söllner ist Mitglied der International Society for Ecological Economics und des Vereins für Sozialpolitik. Außerdem gehört er dem 2020 gegründeten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit an, das sich zum Ziel gesetzt hat, die im Grundgesetz verankerte Wissenschaftsfreiheit gegen die Gefährdung durch ideologisch motivierte Angriffe und Behinderungen zu verteidigen. Nach Ansicht des Journalisten Thomas Thiel (FAZ) biete das Netzwerk Opfern der „Cancel Culture“ Hilfe und Unterstützung an und verschaffe verfassungswidrig ausgegrenzten Sichtweisen ein Forum, heißt es in der Mitteilung von Aufbruch 2016.

„System statt Chaos. Ein Plädoyer für eine rationale Migrationspolitik“ ist das bekannteste, 2020 erschienene Werk Söllners, in dem der Ökonom zwei notwendige und unerlässliche Elemente rationaler Entscheidungsfindung statuiert: Die Formulierung konsistenter Ziele und die Auswahl der Maßnahmen, die zum Erreichen geeignet sind. Dass der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung bisher weder das eine noch das andere gelungen ist, zeigt laut Mitteilung der Initiative und deren Pressesprecher Gunter Zimmermann das Ausmaß des Staatsversagens in diesem Bereich an. Söllner nennt in diesem Kontext als erste Forderung einer rationalen Politik, dass Einwanderungspolitik und Flüchtlings- und Asylpolitik strikt getrennt werden sollten. Daraus schließt der Ökonom, dass die Ziele in beiden Bereichen von der deutschen Bevölkerung und nicht von Einwanderern oder Flüchtlingen und Asylbewerbern gesetzt werden sollten.

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Eine weitere Aussage Söllners, die er in einer Mitgliederversammlung der Initiative vorgetragen habe, sei die Beobachtung, dass von einer unkontrollierten Einwanderung gering qualifizierter Arbeiter die Arbeitgeber und die oberen Schichten profitierten, während die mittleren und unteren Schichten in ihren Lebenschancen beeinträchtigt würden.

Die Verleihung findet am Donnerstag, 21. Oktober, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Xia-Garden“ statt. Söllner wird einen Vortrag über „Die Krise als Mittel zur Macht“ halten. zg/Bild: Söllner

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