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Kühe geben doch Milch

Von 
Vanessa Schäfer
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Die Milch macht’s! Ja, was macht sie denn? Wenn man anfängt, sich mit dem Thema Milch näher auseinanderzusetzen, bekommt sie oft einen sauren Beigeschmack. Doch was ist an Milch, die gut für die Knochen ist, so verwerflich? Sie ist doch ein natürliches Produkt, das direkt aus dem Euter einer Kuh fließt. Haben Sie sich jemals gefragt, warum es da fließt?

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Wie auch das Säugetier Mensch gibt eine Kuh nur dann Milch, wenn Nachwuchs zu versorgen ist. Sprich, wenn Kälbchen gesäugt werden müssen. Was wir mit Milch also zu uns nehmen, ist die Muttermilch einer anderen Spezies.

© Jörn Wittmann

Damit Milchkühe dauerhaft Milch geben, werden sie (häufig künstlich) besamt und ab etwa dem zweiten Lebensjahr permanent geschwängert. Kommt das Kälbchen zur Welt, läge es in der Natur der Kuh, sich intensiv um ihr Baby zu kümmern. Kühe haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und eine intensive Mutter-Kind-Beziehung. In kleineren Landwirtschaftsbetrieben kann diese Beziehung auch gepflegt werden.

Bei Hochleistungskühen sieht die Realität jedoch anders aus: Kaum ist das Kälbchen auf der Welt, wird es von der Mutter getrennt – damit mehr Milch für die Milchwirtschaft genutzt werden kann. Die Kuh schreit nach ihrem Kalb, trauert, so wie eben auch eine Menschenmutter ihrem entführten Kind nachtrauern würde. Allein das ist schon unschön.

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Jetzt ist die Milch mit ihren Inhaltsstoffen und ihrer verändernden Zusammensetzung allerdings für ein Kälbchen gemacht. Das bedeutet, dass da Wachstumshormone drin stecken, die das Zell- und Gewebewachstum des Babys regulieren. IGF-1 heißt dieses Wachstumshormon, dessen Wert übrigens auch bei Menschenbabys erhöht ist, der jedoch sinkt, je ausgewachsener man ist.

Nimmt man nun mit Kuhmilch dieses Wachstumshormon wieder auf, kann das als Erwachsener zum Problem werden: Die Hormone stimulieren das Zellwachstum.

Und welche Zellen sind das bei ausgewachsenen Menschen? Jene Zellen, die wir gar nicht wachsen lassen wollen. So wird der Konsum von Milch in zahlreichen Studien zunehmend mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht. Bei diesem Gedanken schmeckt die Milch automatisch etwas sauer, oder?

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