Arbeitsmarkt - 4250 Anträge in zweieinhalb Wochen eingegangen Kurzarbeit noch nicht berücksichtigt

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zg/kaba
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Die März-Statistik ist mit Vorsicht zu genießen. Die Kurzarbeit fehlt hier. © SZ

„Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen sind am 12. März erhoben worden. Wenige Tage später traten verschiedene Rechtsverordnungen zur Bekämpfung der Pandemie in Kraft, die großen Einfluss auf die Wirtschaft und damit auf den Arbeitsmarkt haben. Die Zahlen sind praktisch über Nacht von der Entwicklung überholt worden“, erklärt Klaus Pawlowski, Chef der Agentur für Arbeit Heidelberg, in Bezug auf die Statistik.

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„Wir hatten bis zum 12. März eine normale jahreszeitliche Entwicklung. Seit der Einführung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung haben wir sehr viele Anzeigen zur Kurzarbeit erhalten. Viele Betriebe, gerade aus dem Handel und der Gastronomie sind davon betroffen“ erläutert Pawlowski. „Wir konzentrieren uns im Moment darauf, die Anzeigen zum Arbeitsausfall zeitnah zu bearbeiten. Dafür haben wir unser Personal in der Sachbearbeitung verzehnfacht.“ Auch Arbeitslosmeldungen gingen mittlerweile vermehrt ein. „Wir hoffen mit dem Kurzarbeitergeld viele Arbeitsplätze erhalten zu können, aber wir rechnen trotzdem mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im nächsten Monat“, so Pawlowski weiter. In den vergangenen zweieinhalb Wochen gingen 4250 Anträge auf Kurzarbeit im Agenturbezirk Heidelberg ein.

Im Bereich Schwetzingen zeigt die Statistik ohne die aktuellen Entwicklungen für März 2341 Arbeitslosen aus. zg/kaba