Erntehelfer - Olav Gutting (CDU) appelliert an die Bevölkerung Landwirten aus der Not heraushelfen

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zg/ber
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„Wir müssen unserer Landwirtschaft in Zeiten höchster Not beistehen“, so lautet der Appell des Bundestagsabgeordneten Olav Gutting. „Sollen unsere Ernten insbesondere im Sonderkulturbereich scheitern, weil es wegen der Corona-Krise an Saisonarbeitskräften fehlt?“, so fragt der Parlamentarier, der in seinem Wahlkreis mit Bauern zu tun hat, die ihn und die Regierung um Hilfestellungen bitten, ja geradezu anflehen.

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Er stehe voll und ganz hinter dem eindringlichen Aufruf von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die mahnt, die Lebensmittelversorgungkette in Takt zu halten und die Aufrechterhaltung der Versorgung zu gewährleisten.

Landwirte, gerade im Sonderkulturbereich wie beim Spargel, sind stark auf die Mitarbeit von Saisonarbeitskräften angewiesen In diesem Monat werden rund 30 000 Saisonarbeiter benötigt. Im Mai steigt der Bedarf auf 85 000 an: nicht nur für die Ernte, sondern auch fürs Pflanzen. Die meisten Helfer kamen bislang aus Polen und Rumänien. Es zeichne sich ein massiver Engpass ab, was enorme Auswirkungen auf unsere Urproduktion hat, ist zu hören.

Kurzarbeiter und Studenten

„Eine Möglichkeit wäre vielleicht ein Einsatz von Gruppen wie Studenten oder Menschen in Kurzarbeit und damit eine Chance für die gesamte Branche“, meint Gutting und weist darauf hin, dass in Frankreich die Regierung alle unbeschäftigten Franzosen aufgerufen hat, sich freiwillig zu melden. In Deutschland haben jetzt Verbände und Landwirtschaftsministerium Internetplattformen aufgesetzt, um Betriebe und Freiwillige zu vermitteln (www.daslandhilft.de).

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Doch Ziel müsse sein, mit den verantwortlichen Politikern und mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) eine Lösung zu finden, dass Saisonkräfte unter bestimmten Voraussetzungen und Auflagen doch noch kommen können. Saisonarbeitskräfte könnten bis zum 31. Oktober eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tagen (bisher 70) sozialversicherungsfrei ausüben. Nebeneinkünfte aus der Landwirtschaft werden bis zur Höhe des bisherigen Lohns nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. zg/ber