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CDU - Gemeinderatsfraktion ist beim Thema Rothacker’schen Haus zwiegespalten / Verwaltung muss höhere Einnahmen generieren

Letztlich überwiegen die Vorteile

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mb/zg
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Das Rothacker’sche Haus ist Thema in der Gemeinderatssitzung. © Lin

Der Umbau des Rothacker’schen Hauses steht auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung an diesem Mittwoch (wir berichteten). Die CDU-Fraktion hat sich dazu vorab in einer Pressemitteilung geäußert. Bereits seit Jahrzehnten liege das Haus immer wieder im Fokus nutzbarer Gestaltungsideen der Stadtverwaltung. Dieses Mal werde es aber ernst.

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Der konkrete Vorentwurf einer renommierten regionalen Architektengemeinschaft liege vor. „Ein Haus von den Bürgern für die Bürger, ein Aushängeschild für gelungene Willkommenskultur in der Spargelstadt, kurzum die gute Stube der Stadt“, heißt es seites der CDU.

Enorme Kosten als Argument

Touristinformation, Spargelmuseum sowie ein Raum für hochwertige Ausstellungen würden mit den Möglichkeiten für Vereine, die künftig Besprechungs- und Tagungsräume vorfinden, ein sehr gelungenes Gesamtkonzept bliden. Die Integration einer Gastronomie, die nach den Wünschen der Schwetzinger Christdemokraten sehr gerne auch inklusive Möglichkeiten ausschöpft, runde das Bild ab.

„Man kann sich jetzt natürlich die Frage stellen, ob eine solche Investition in Zeiten sich anbahnender klammer Kassen angemessen ist“, schreibt Stadtrat Markus Bürger. Die Mitglieder der CDU-Fraktion im Gemeinderat seien sich darüber einig, dass diese sensible Frage behutsam beantwortet werden muss.

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Schlussendlich werde es nicht an der Investition in dieses exponierte Anwesen liegen, weshalb die Stadtverwaltung künftig an der Generierung höherer Einnahmen arbeiten müsse. In allererster Linie die Einführung des neuen doppischen Haushaltsrechts mache diese künftigen Schritte erforderlich. Für Stadtrat und Landwirt Ullrich Renkert überwiegen bei der Investition in das Rothacker’sche Haus die Vorteile: „Durch die umfangreiche Renovierung des Altbaus sowie den geplanten modernen Anbau wird es möglich sein, den lang gehegten Wunsch, vieler Schwetzinger Bürgerinnen und Bürger nach einem Spargelmuseum hier zu verwirklichen. Zudem wäre es möglich, das etablierte Karl-Wörn-Haus mit seinen abwechselnden Ausstellungen zu integrieren, sodass ein umfangreiches kulturelles Angebot inmitten der Stadt entsteht.“

Die enormen Kosten von etwa 16,5 Millionen Euro würden jedoch insbesondere bei der momentanen Finanzlage der Stadt schwer wiegen. Faktisch stehe der Gebäudekomplex unter Denkmalschutz und die Stadtverwaltung sei prinzipiell verpflichtet, ihn zu erhalten. Für die Mitglieder der CDU-Gemeinderatsfraktion ist es daher wichtig, dass von der Stadtkämmerei bereits ein solides Finanzierungskonzept vorgelegt wurde. In diesem Zusammenhang lobt Stadträtin Rita Erny insbesondere, dass durch die Bemühungen der Stadtverwaltung eine Bundesförderung von voraussichtlich zwei Millionen Euro eingeplant werden können.

Auch stelle die Stadtverwaltung in Aussicht, dass die weitere Entwicklung des Projektes unter anderem unter Einbeziehung der Bürgerschaft geschehen soll. Die Christdemokraten begrüßen ausdrücklich dieses Vorgehen. Die Fraktionsführerin Sarina Kolb lädt die Schwetzinger dazu ein, sich in einschlägigen Foren oder auch bei der kommenden CDU-Quartalsabrechnung auf den Kleinen Planken am Samstag, 24. Juli, dazu zu äußern. mb/zg

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