Hebel-Gymnasium - Für Radfahrer ist das Gesehenwerden wichtig Licht ist unerlässlich

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zg
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Michael Fröhlich vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zeigt den Schülern des Hebel-Gymnasiums, wie wichtig es ist, als Radfahrer im Straßenverkehr immer gut sichtbar zu sein. © Schillinger

„Was ist der Nachteil der Batterie-Beleuchtung?“, fragt Michael Fröhlich vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in die Runde. „Ist schnell leer“, „wird geklaut“, „muss aufgeladen werden“, erklären die Schüler der Klasse 5e des Hebel-Gymnasiums. Anhand von anschaulichen Alltagssituationen macht Fröhlich deutlich, dass man bei Batterielichtern an zu Vieles denken müsse – vom rechtzeitigen Aufladen bis zur Mitnahme. Deshalb ist sein Tipp: „Bitte mit Nabendynamo, denn der ist fest im Rad montiert und daher immer einsatzbereit.“

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Der Verkehrspädagoge brachte mit einem übergroßen Lastenfahrrad auch einen Dunkeltunnel und Zubehör ans Hebel-Gymnasium. Dabei erfahren die Fünftklässler, wie gefährdet kaum beleuchtete Radfahrer sind. Denn im Dunkeltunnel waren zwei Fahrradfahrer aufgebaut: Der eine Radler trägt helle Kleidung, hat Licht am Rad und Reflektoren am Schulranzen, der andere mit dunkler Kleidung ist ohne Licht unterwegs – und damit unsichtbar, erkannten auch die Kinder.

Wie wichtig es daher ist, „gesehen zu werden“, verdeutlicht die Aufklärungstour des ADFC. Carmen Boettcher, Verkehrsbeauftragte am Hebel, hatte sich um die Organisation gekümmert, unterstützt von den zukünftigen Verkehrsmentoren Julian Hundertmark (7a) und Julien Mougenot (7d). Die Finanzierung übernahm teilweise die Stadt, teilweise der Elternbeirat. Außerdem werden die Fahrräder der Kinder auf Beleuchtung geprüft. Bei diesem kostenlosen Check halfen auch engagierte Eltern mit.

Unabhängig von der Beleuchtung müssten Radfahrer und Fußgänger selbst darauf achten, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, und dürfen sich nicht auf die Reaktion der Autofahrer verlassen. „Bis der Autofahrer auf die Bremse tritt, vergeht die Reaktionszeit von einer Schrecksekunde. In dieser Sekunde fährt das Auto noch 15 Meter ungebremst.“ zg