Hungermarsch - Ausrichter ist dieses Jahr Schwetzingen Mehr als 45 000 Euro für Bedürftige gesammelt

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zg
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Region. Spenden zum Tag der Solidarität helfen in schwierigen Zeiten, schreibt die hiesige Seelsorgeeinheit. Bereits seit 37 Jahren organisieren die Gemeinden Brühl, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt und Schwetzingen im Geist der Ökumene einen Hungermarsch, der traditionell soziale und karitative Projekte in Afrika, Asien und Osteuropa unterstützt. Im vergangenen Jahr konnte Corona-bedingt der Tag der Solidarität nur im kleinen Rahmen mit einem gemeinsamen Gottesdienst begangen werden, dennoch sind erfreulich viele Spenden zusammengekommen, insgesamt 45 669,27 Euro.

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Dass diese gerade in den herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie dringend benötigt und voll Dankbarkeit angenommen wurden, zeigen die Rückmeldungen aus den verschiedenen Projekten.

Seit über 20 Jahren unterstützt Brühl die Partnerschaft mit ihrer afrikanischen Schwestergemeinde Dourtenga in Burkina Faso. Mit ihrer Hilfe sind Brunnen für sauberes Trinkwasser, eine Nähschule für junge Frauen und Schulen gebaut worden. Um wirklich voranzukommen, brauchen die jungen Menschen nach dem Schulbesuch die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Deshalb wird weiterhin der Bau und Betrieb einer Landwirtschaftsschule unterstützt. Ketsch hilft mit seinen Spenden den Nonnen des Ordens vom kostbaren Blut, die mit ihrer Arbeit Kinder und junge Menschen in Tansania und Kenia schulisch und beruflich bilden.

Oftersheim hat das von den Franziskanern gegründete „St. Francis Care Centre“ in Boksburg, nahe Johannesburg, mit seinen Spendengeldern bedacht. Aidswaisen werden dort versorgt. Eine Gruppe freiwilliger Helfer besucht mittellose Kranke in ihren Hütten und hilft, mit Medikamenten, Lebensmitteln und Hygieneartikeln die größte Not zu lindern. Plankstadt finanziert weiterhin die Arbeit von Kooperator Lovasz in Karansebesch, Rumänien, die Kindern aus sozial schwachen Familien und älteren Menschen hilft. Das wichtigste Projekt im letzten Jahr war Essen auf Rädern, das geholfen hat die Not vor Ort zu lindern.

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Schwetzingen unterstützt mit seinen Spenden seit vielen Jahren die Kinderrechtsorganisation „KiRA“, die vielfältige Projekte in Afrika hat. Die Spenden flossen dieses Mal in ein Projekt, das in Benin Mädchen vor sexuellem Missbrauch schützt und auf einer Farm in Tierhaltung und Gemüseanbau ausbildet.

Bei den 37 Hungermärschen, die bisher stattgefunden haben, konnten Spenden in Höhe von 1 365 000 Euro gesammelt werden. Auch in diesem Jahr soll am Sonntag, 27. Juni, der Tag der Solidarität stattfinden. Ausrichter ist Schwetzingen. zg

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