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Im Interview

Mozartfest in Schwetzingen: Katharina Simmert zieht eine zufriedene Bilanz

Von 
Katja Bauroth
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Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Johannes Moesus eröffnete am 24. September das Mozartfest. Rund zwei Wochen später ziehen die Veranstalter ein positives Fazit. © Dorothea Lenhardt

Schwetzingen. Das Mozartfest ist mit einem Konzert des Ensembles Quatuor Zaide am Wochenende zu Ende gegangen. Die Geschäftsführerin der Mozartgesellschaft Schwetzingen, Katharina Simmert, zieht eine positive Bilanz und freut sich nun auf die anstehenden Schlosskonzerte.

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Von Kulturveranstaltern, auch Theatern, hört man, dass die Nachfrage nach Karten noch verhalten ausfällt. Wie war es beim Mozartfest, Frau Simmert?

Katharina Simmert: Teils teils. Zu Beginn hatten wir auch das Gefühl, dass die Nachfrage eher verhalten ist. Am ersten Wochenende hatten wir tatsächlich ein Konzert, das verkaufsmäßig sehr geschwächelt hat. Aber im Laufe des Festivals hat sich die Nachfrage deutlich gesteigert. Wir haben pandemiebedingt ja nur 50 bis 60 Prozent der Platzkapazität geöffnet und innerhalb dieser Kapazität haben wir im Schnitt 90 Prozent Auslastung erreicht. Beim letzten Konzert des Ensembles Quatuor Zaide haben wir ob der Nachfrage sogar 70 Prozent der Plätze freigegeben.

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Wie fällt Ihre Bilanz zum diesjährigen Format aus?

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Simmert: Wir sind sehr glücklich mit dem diesjährigen Mozartfest. Wir hatten tolle Gäste – auch aus dem internationalen Raum – und alles hat reibungslos funktioniert. Wir konnten endlich wieder im Rokokotheater konzertieren und hoffen nun, dass nächstes Jahr auch endlich wieder ein Opern-Gastspiel möglich ist.

Wer von den Protagonisten hat Sie besonders überrascht?

Simmert: Da stehen ganz an erster Stelle unsere Ponto-Stipendiaten. Diese konnten ja nun ein Jahr länger „reifen“ und haben – abgesehen von ihrem spielerischen Können – mit einer herausragenden Bühnenpräsenz überzeugt. Und von den Profis haben mich persönlich die vier jungen Französinnen des Ensembles Quatuor Zaide und die Pianistin Marianna Shirinyan am meisten mitgerissen – Esprit und Leidenschaft pur!

Welche Rückmeldungen haben Sie aus den Publikumsreihen wahrgenommen?

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Simmert: Das Publikum war – wie auch schon im vergangenen Jahr – äußerst froh und dankbar, Livemusik erleben zu können und hat – bis auf ganz wenige Querulanten – auch die Zugangsmodalitäten wie 3 G-Kontrolle und Maskenpflicht während des Konzertes geduldig über sich ergehen lassen und akzeptiert. Da hatten wir mit mehr Problemen gerechnet, waren aber dank der ehrenamtlichen Bereitschaft innerhalb der Mozartgesellschaft auch personell gut aufgestellt.

Nach dem Mozartfest ist vor dem Mozartfest: Inwieweit sind die Planungen für die nächste Spielzeit fortgeschritten oder gehen Sie da aufgrund der Pandemie sehr verhalten vor?

Simmert: Die Planungen für das nächste Mozartfest laufen wie jedes Jahr und werden demnächst abgeschlossen sein. Wir planen stets optimistisch! Aber derzeit liegt unser Augenmerk viel mehr noch auf unseren drei Schlosskonzerten dieser Saison, die hoffentlich nicht mehr durch einen Lockdown ausgebremst werden. Allen voran am 12. November das Konzert mit dem Jugendsinfonieorchester der Ukraine, gegründet und unter der Leitung von Oksana Lyniv. Die Dirigentin, die in diesem Jahr als erste Frau auf dem grünen Hügel in Bayreuth eine Premiere dirigieren durfte, kommt nach Schwetzingen. Anschließend folgen das Familienkonzert „Gretel & Hänsel“ am 27. November und unser Neujahrskonzert am 1. Januar mit der Baden-Badener Philharmonie. Alle Schlosskonzerte sind bereits im Vorverkauf.

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Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.

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