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Grüne

Müllsammeln hilft der Umwelt: Weggeworfenes Plastik als Todesfalle für Tiere

Seit drei Jahren sammeln die Schwetzinger Grünen regelmäßig Müll aus Grünstreifen. Und obwohl teilweise die gleichen Stellen erst im März beim Dreck-Weg-Tag gereinigt wurden, waren in nur 90 Minuten zwei große Säcke prall gefüllt.

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zg
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Schwetzingen. Seit drei Jahren sammeln die Schwetzinger Grünen regelmäßig Müll aus Grünstreifen. Und obwohl teilweise die gleichen Stellen erst im März beim Dreck-Weg-Tag gereinigt wurden, waren in nur 90 Minuten zwei große Säcke prall gefüllt. Besonders schlimm war es in der Gustav-Hummel-Straße entlang der Bahn und auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite, heißt es in einer Pressemitteilung. Offensichtlich werden die Baumscheiben dort als Abfalleimer missbraucht.

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Die Stadträte Kathrin Vobis-Mink (v. l.), Dr. Michael Rittmann, Dr. Susanne Hierschbiel, Anja Mohrmann sowie Sabine Walter mit ihrem „Sammelsurium“. © Grüne

„Auffällig bei allen Strecken war, dass umso mehr Plastik- und Einwegverpackungen herumlagen, je näher wir den Supermärkten kamen“, sagte Stadträtin Anja Mohrmann. Waren es vergangenes Jahr noch Masken und viele To-go-Behälter, so sind es inzwischen hauptsächlich Kleinteile aus Plastik und Reste von Verpackungen. „Das Mikroplastik von morgen“, wie Stadtrat Dr. Michael Rittmann anmerkte. Todesfallen für Insekten und genauso tödlich für Vögel und größere Tiere, die sich in Plastikschnüren verheddern oder Plastik fressen und daran verenden. Das meiste Plastik kann nicht recycled werden, selbst wenn es ordentlich sortiert in der Grünen Tonne landet. Denn der überwiegende Teil ist ein Mix verschiedener Plastikarten, der durch Recycling nicht getrennt werden kann. Auf 450 Jahre wird die Zeit geschätzt, bis eine PET-Flasche zerfällt, so die Grünen. Aber dann ist sie nicht biologisch abgebaut, sondern nur zu Mikroplastik geworden. Das alles ist eine wahnsinnige Umweltzerstörung und enorme Ressourcenverschwendung. Es sei Zeit, das Verursacherprinzip auch bei Plastik und Verpackungsmüll anzuwenden und die Kosten für die Entsorgung an diejenigen weiterzugeben, die den Müll herstellen und verkaufen, so die Schwetzinger Grünen. 

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