Nachruf: Hans-Peter Langlotz zum Gedenken Naturtalent des Frohsinns

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Brühl. Die "Quetsch", wie er sein geliebtes Akkordeon nannte, ist für immer verstummt. Hans-Peter Langlotz, der am Donnerstagabend im 63. Lebensjahr entschlafen ist, wird heute auf dem Friedhof Rohrhof beerdigt (14 Uhr).

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Sein Tod ist für die vielen, die ihn gekannt und gemocht haben, um so erschütternder, als Langlotz eine ausgesprochene Frohnatur war. Wenn er sein Instrument genommen und zu spielen begonnen hat, spontan und ohne Noten, dann kam Stimmung auf, er war ein exzellenter Akkordeonspieler und begnadeter Stimmungsmacher. Der waschechte Rohrhofer stieß an Silvester 2000 zu den Brühler Kerweborscht, war fortan ihr musikalischer Leiter und Motor, dem die - mit ihm dann 13-köpfige - Brauchtumstruppe echtes musikalisches Format verdankt, das sich sehen und hören lassen konnte. Schon als junger Mann war dieses Naturtalent des Frohsinns mit seinem Großvater aufgetreten, später hatte er eine Band, die lange Zeit die Närrische Singstunde der "Konkordia" umrahmte (und er war Mitglied im "Sängerbund"). Werner Fuchs, den Spiritus Rector der Kerweborscht, begleitete er mehrere Jahre bei dessen Büttenauftritten als "Brühler Bürger". Mit den Kerweborscht-Freunden hatte der lustige und lebensfrohe, auch sehr zuverlässige Mensch seinen letzten großen Auftritt im Festzelt beim "Brühler Abend" zum Gemeindejubiläum 2007. Das allerletzte Mal öffentlich trat er im selben Jahr bei der Straßenkerwe auf. Kurz vorher musste er sich der ersten Operation unterziehen, der zweiten im Jahr darauf, wieder vor der Kerwe. Man hat von seinem tragischen Krankheitsschicksal gewusst und ist doch fassungslos.

Seiner Frau Brigitte, deren Geburtstag Hans-Peter Langlotz wenige Tage vorher noch mitfeiern durfte, und seiner Familie gilt unser Mitgefühl. Möge für den schmerzlichen Verlust der Titel des traditionellen Schlusslieds der Kerweborscht-Auftritte ein wenig Trost spenden: "So long, auf Wiederseh'n . . ." PI