3. Handball-Liga - HG Oftersheim/Schwetzingen mit gutem Auftakt Nervös zu Beginn – eiskalt am Ende des Spiels

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mjw
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Stressresistent, willensstark, eiskalt – drei Eigenschaften, die auf die Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen am ersten Spieltag zutreffen. Beim nervenaufreibenden 25:23-(10:13)-Erfolg gegen den TV Gelnhausen holten die Hausherren gleich zum Auftakt die ersten beiden Punkte der neuen Drittligasaison (wir berichteten).

Tom Jansen ist gegen Gelnhausen konzentriert bei der Sache. © Lenhardt
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„Dass wir am Ende gewonnen haben, das zählt“, sagte Kapitän Alexander Sauer, dem der harte Kampf deutlich anzusehen war: Auch Minuten nach dem Abpfiff rannen ihm die Schweißtropfen noch über das Gesicht. Er analysierte: „Wir waren am Anfang sehr nervös, aber in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen genutzt.“

Das war zu Beginn noch anders. Es dauerte bis zur dritten Minute, ehe Lino Messerschmidt den ersten Saisontreffer für die HG erzielte (1:1). Danach musste sich das Heimpublikum aber wieder gedulden. Die Gäste aus der Barbarossastadt zogen auf 5:1 davon und zwangen HG-Coach Holger Löhr zu einer frühen Auszeit (9.). Nach der Besprechung verkürzte Max Barthelmeß auf 2:5. Der Startschuss einer Aufholjagd? Noch nicht. Gelnhausen baute den Vorsprung aus (8:3). „Wir hatten Schwierigkeiten“, gab Barthelmeß, der aufgrund der Ausfälle von Jerrit Jungmann und Lukas Sauer auf der Spielmacherposition zum Einsatz kam, zu. Der 19-Jährige begab sich auf Spurensuche: „Wir haben uns gute Chancen erspielt, aber irgendwie lag es am starken Torhüter. Wir haben ihm warmgeschossen.“

Marius Sulzbach sorgte bei den HG-Schützen für Sorgenfalten. Nur Neuzugang Florian Burmeister spielte befreit auf und sorgte mit drei Treffern in Durchgang eins und drei weiteren Toren direkt nach der Pause dafür, dass die HG mit 15:14 in Führung ging (37.). Nach dem Zwischenhoch folgte dann aber wieder ein Rückfall. Löhr legte erneut die Timeout-Karte. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen – auch, weil HG-Torwart Benedikt Müller seinem Gegenüber jetzt in Nichts mehr nachstand. Beim 20:18 durch Sauer war das Momentum aufseiten der Kurpfälzer, aber der TVG ließ sich nicht abschütteln und profitierte in den letzten drei Spielminuten von zwei Zeitstrafen gegen Messerschmidt und Niklas Krämer.

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Die HG musste die Partie in Unterzahl zu Ende bringen. Gelnhausen deckte nun offen und nachdem sich Tom Jansen willensstark auf die Kugel warf und so der Ballbesitz bei der HG blieb, startete Burmeister, der Mann des Abends, durch und erzielte das 25:23 – der Schlusspunkt eines gelungenen Abends. Schon vor Spielbeginn wurde die neue Leinwand in der Nordstadthalle präsentiert. „Es war super und ich glaube, die Fans hatten auch Spaß. Die Videoeinblendungen machen schon was her“, fand Barthelmeß.

Nur für den Geschmack von Trainer Holger Löhr war es ein My zu spannend: „Das geht so weiter, wie es aufgehört hat.“ Dabei hatte sich der Coach eigentlich gewünscht, dass die Spiele seines Teams etwas entspannter werden würden. Aber zum Glück kann seine Truppe ja mit Stress umgehen. mjw