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Redaktionsgespräch

Nochmals neue Tickets für den freien Verkauf

Von 
Bianca Bapst
Lesedauer: 
Die Akteure vom Staatstheater Oldenburg sorgen für einen familientauglichen Auftakt der Schwetzinger Festspiele mit dem Stück „Orpheus und die Zauberharfe“. © SWR/Stephan Walzl

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Am Wochenende ist es endlich so weit: Die Schwetzinger SWR Festspiele beginnen und holen vom 15. bis 31. Oktober einen Teil ihres Programms nach, das unter dem Motto „Erinnern“ steht und im eigentlichen Festspielmonat Mai pandemiebedingt ausfallen musste. Los geht’s mit der Musiktheaterproduktion für Kinder „Orpheus und die Zauberharfe“, die in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Oldenburg entstanden ist und den Orpheus-Mythos in der Tradition eines Pasticcios als Märchen erzählt. Wir haben im Vorfeld mit der Künstlerischen Leiterin Heike Hoffmann übers Programm gesprochen.

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In einigen Tagen geht es los. Die Schwetzinger Festspiele veranstalten wie im vergangenen Jahr eine zweiwöchige Herbstausgabe…

Heike Hoffmann: Ja, wir sind schon in den letzten Vorbereitungen und freuen uns sehr. Das Kulturleben läuft ja nun langsam wieder an. Die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) für den Zugang gibt Sicherheit, was den Schutz vor Infektionen betrifft. Da sind wir in einer viel besseren Situation als im letzten Herbst. Und ich freue mich ganz besonders, dass wir gleich zu Beginn mit drei Musiktheatervorstellungen ein Angebot für die Kinder machen können, die ja unter der Pandemie mit ganz besonders harten Einschnitten zurechtkommen mussten. Unser Opernpasticcio „Orpheus und die Zauberharfe“ ist eine zauberhaft inszenierte Geschichte über einen alten Mythos und die heilende Kraft der Musik. Die einstündige Produktion eignet sich ganz besonders für Familien mit Kindern ab fünf oder sechs Jahren.

Das ursprünglich für Mai geplante Programm stand ja unter dem Motto „Erinnern“. Dieses Motto scheint mir mehr denn je aktuell zu sein?

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Hoffmann: In der Tat. Es ging mir bei der Wahl für dieses Leitmotiv um das kollektive Erinnern, das kulturelle Gedächtnis, die über die Jahrhunderte gesammelten Erfahrungen und Werte, die sich in der Kunst manifestieren. Sie sind Kitt unserer Gesellschaft und den brauchen wir nach den verstörenden Erfahrungen der Pandemie ganz besonders. Wir alle beklagen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft und suchen Wege der Versöhnung, da kann und muss die Kunst einen Beitrag leisten.

Welche Künstler erwarten Sie? Es war sicher nicht ganz einfach, die Konzerte vom Mai in den Oktober zu verlegen?

Hoffmann: Ja, das war ein ziemliches Puzzle, denn weltweit haben ja die Veranstalter immer wieder verschieben und ändern müssen, sodass es für die Künstler ganz schwer war, überhaupt einigermaßen verlässlich zu planen, zumal sich ja auch die Reisebedingungen ständig geändert haben. Ich bin sehr dankbar, dass es gelungen ist, so viele Programme zu retten.

Mit den Streichquartetten Schumann, Bennewitz, Quiroga, Brentano und Casals kommen fünf internationale Spitzenensembles nach Schwetzingen. Die Capella de la Torre und der Bratschist Nils Mönkemeyer als Residenzkünstler holen jeweils zwei ihrer Programme nach. Eine wunderbare Konstellation hat sich auch für die Liederabende von Christoph und Julian Prégardien ergeben. Durch die Verschiebung liegen die Termine nun so, dass man Vater und Sohn mit zwei überaus spannenden und sehr unterschiedlichen Liedprogrammen an zwei aufeinanderfolgenden Abenden erleben kann, sicher ein Highlight für Liedbegeisterte. Und dann noch die drei großartigen Schauspieler Udo Samel, Ulrich Noethen und Hanns Zischler, die mit exzellenten Wort-Musik-Programmen zu erleben sind, die das Festspielmotto auf jeweils einzigartige Weise ausleuchten. Zwei international renommierte Kammerorchester erwarten wir: die Akademie für Alte Musik, die ja im vergangenen Herbst für ihre Beethoven-Interpretation bejubelt wurde und nun mit der wunderbaren Christina Landhamer als Gesangssolistin Werke von Haydn, Mozart und Beethoven präsentiert. Und aus unserem Nachbarland Frankreich kommt das Ensemble Correspondences mit Werken von Charpentier.

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Gibt es denn überhaupt noch Tickets für die Veranstaltungen?

Hoffmann: Die behördlichen Auflagen erlauben ja nun wieder mehr Besucher, sodass wir auch das Platzangebot in den letzten Tagen noch etwas erweitern konnten. Daher gibt es für fast alles nun wieder Tickets beim SWR Classic Service, aber auch an der Abendkasse.

Haben Sie eine besondere Empfehlung für unsere Leser?

Hoffmann: Ja, unbedingt das Konzert des französischen Ensemble Correspondances zu besuchen. Dieses Ensemble gehört inzwischen zur internationalen Spitze und hat für seine maßstabsetzenden Einspielungen zahlreiche Preise bekommen. In Deutschland gilt es noch als Geheimtipp, wird aber in den nächsten Jahren in vielen Konzertsälen auftauchen, da bin ich ganz sicher. Dass es nun erstmals nach Schwetzingen kommen kann, freut mich ganz besonders, wir haben lange gebangt. Für das Konzert mit Werken von Mark-Antoine Charpentier am Dienstag, 19. Oktober, stellen wir deshalb dreimal zwei Freikarten exklusiv für Leser unseres Medienpartners Schwetzinger Zeitung bereit.

Info: Weitere Infos gibt es hier hier, am Tickettelefon 07221/30 01 00 oder per E-Mail.

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