Nüchtern am Montag

Gert Häusler über einen nur gefühlten Termin und dessen Folgen

Von 
Gert Häusler
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Gert Häusler, Kommentarbild Bild: Häusler © siehe Bildtext

Nicht, dass Sie sich ein falsches Bild machen: Als ich Sonntagabend schon daran dachte, dass ich am Montag nüchtern sein muss, bezog sich das nicht (nur) auf Alkoholisches. Ich hatte kurz vor Mittag bei meiner Hausarztpraxis einen Termin zur Blutentnahme und sollte bis dahin nichts mehr essen. Also ließ ich Kaffee Kaffee sein und verzichtete auch auf die weiteren Frühstücksgewohnheiten. Beim Zeitunglesen vermisste ich zwar die gewohnte Tasse mit Koffeinkick, freute mich aber schon auf den mittäglichen Imbiss.

Zwischendurch schaute ich noch mal im Kalender nach, um welche Uhrzeit genau ich in der Praxis erscheinen sollte und fand – nichts! Meine Frau, dank meiner Information, hatte ebenfalls 11.40 Uhr im Kopf. Bekanntlich ist mein Vertrauen in elektronische Kalender nicht unbegrenzt, ich scrollte aber weiter und fand den Termin: 24. November um 8.25 Uhr. Das hatte jetzt aber gar nichts mehr mit meiner Erinnerung zu tun. Sicherheitshalber rief ich in der Praxis an und erzählte von meinem Terminzweifel. Die nette Kollegin dort bestätigte mir schmunzelnd den richtigen Termin, es sei der 24. November. Ganz nüchtern betrachtet hätte ich mich also auf den Kalender verlassen können. Das spätere Frühstück schmeckte dafür umso besser.

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Freier Autor Gert Häusler schreibt gern Kolumnen über Alltägliches.