Südstadtschule

Ohne Elterntaxi zum Unterricht: Aktionstage an der Südstadtschule Schwetzingen

Der Elternbeirat der Schwetzinger Südstadtschule war an zwei Tagen in den frühen Morgenstunden auf der Straße vor der Schule unterwegs und machte sich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg stark.

Von 
zg
Lesedauer: 
Elternbeiratsvorsitzende Diana Jung steht mit Warnweste vor der Südstadtschule. Das Absperrband sorgt für Klarheit. © Rudnik

Schwetzingen. Der Elternbeirat der Schwetzinger Südstadtschule war an zwei Tagen in den frühen Morgenstunden auf der Straße vor der Schule unterwegs. „Seit Jahren ist es leider immer wieder ein Thema: Eltern fahren ihre Kinder bis vor das Schultor zum Unterrichtsbeginn“, beklagt die langjährige Elternbeiratsvorsitzende Diana Jung. Sie selbst hat bereits mehrere Initiativen an der Schule begleitet. In der dunklen Jahreszeit berge dies nun besonders große zusätzliche Gefahren, da die Schülerinnen und Schüler übersehen werden könnten.

Diese nutzen morgens zahlreich die Ampel vom neuen Messplatz zur Anlieger- und Fahrradstraße vor der Schule. Viele sind nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Fahrrad oder Roller unterwegs. Der Lehrerparkplatz werde dabei häufig zweckentfremdet und „sowohl von Eltern der Südstadtschüler als auch der anliegenden Krippe und des Kindergartens genutzt“, beschreibt Katrin Ulbrich, stellvertretende Vorsitzende, die Situation. Um den Parkplatz zu nutzen, muss der Gehweg mit dem Auto komplett überquert werden.

Neben den Gefahren für die Kinder stelle dies auch eine Ordnungswidrigkeit aus gleich zwei Gründen dar: Zum einen durch die Einfahrt in die Anlieger- und Fahrradstraße, zum anderen durch das Nutzen des Lehrerparkplatzes. Bereits ein alljährlicher Elternbrief zu Schuljahresbeginn kläre Eltern über die Gefahren des Elterntaxis auf, was bei den meisten die Vernunft anspreche. Einige blieben jedoch davon unberührt. Deshalb jetzt die Aktion.

Warnweste wirkt schon gleich

Unangekündigt und mit Absperrband und Warnwesten machten die Elternbeiräte auf sich und die Kinder aufmerksam. „An dem einen Tag waren dadurch einige Autofahrer gehemmt überhaupt in die Straße einzubiegen“, erzählt Elternbeirat Anatoliy Terhardt. Unterstützt wurde er neben den Elternbeiräten Andre Salame und Katrin Ulbrich von Mitarbeitern des Ordnungsamtes Diana Vogt und Armin Dorp. Einige Eltern, die ihre Kinder zu Fuß begleiteten, bedankten sich für die Initiative. Diese wurde auch von Schulleiterin Sittinger begrüßt und erfreut zeigten sich auch parkende Lehrkräfte.

Am anderen Aktionstag waren die Elternbeiräte Kathrin Beier, Diana Jung und Luisa Rudnik vor Ort und Steffen Wunsch unterstützte seitens des Ordnungsamtes. „Uns fällt vor allem auf, dass Eltern die Fahrbahn kreuzen, um auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu parken. Oder dass sie weiterfahren in die Spielstraße vor dem Bassermannhaus“, beschreibt Diana Jung die Situation. Der aufkommende Verkehr sorgte häufig dafür, dass Autos nur schwer aneinander vorbeifahren konnten und dann auf den Bürgersteig fuhren, der von Schülern benutzt wird.

Auch, wenn nicht prinzipiell das Einfahren in die Straße verboten sei, „erhöht jedes Auto mehr um diese Uhrzeit das Unfallrisiko für die Kinder, die zu Fuß in die Schule kommen“, erläutert Kathrin Beier. Luisa Rudnik wünscht sich, „dass Eltern ihren Kindern den Schulweg zutrauen“ oder zumindest auf dem neuen Messplatz parken, um sie abzuladen. Von dort müssten die Kinder ja nur eine Ampel überqueren und schon sind sie sicher in der Schule.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir durch unsere Aktion noch mehr Eltern dazu bewegen können, nicht nur für die Sicherheit ihrer eigenen Kinder, sondern auch die der anderen einzustehen“, fasste Diana Jung gelungene Aktion zusammen. zg