Der 13. Februar steht ganz im Zeichen eines für viele Menschen treuen Alltagsbegleiters On the Radio – Whoa-oh-oh-oh

Es ist ein treuer Begleiter im Alltag wie die Tageszeitung – gespickt mit Nachrichten, als serviceorientierter Ratgeber und toller Unterhalter: das Radio.

Von 
Katja Bauroth
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Cristina Klee, Daniel "Otti" Ott und Martin Pfeffer sind die Stimmen bei Radio Regenbogen bzw. Radio Regenbogen Zwei. © Radio Regenbogen

Region. Im Jahr 2012 erklärte die Unesco den 13. Februar zum Welttag des Radios, welches bereits Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden wurde. Das Datum verweist auf die Gründung des United Nations Radio am 13. Februar 1946. Anhand von Fragen gewähren bekannte Radiomacher aus der Region persönliche Einblicke in „ihr“ Medium. Neben Dagmar Schmidt, der Leiterin des SWR-Studios Mannheim-Ludwigshafen, sind dies die drei Moderatoren Cristina Klee, Daniel „Otti“ Ott und Martin Pfeffer der Privatsender Radio Regenbogen und Radio Regenbogen Zwei.

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Klee moderiert „Mein Morgen bei Radio Regenbogen“ von Montag bis Freitag von 5 bis 9 Uhr gemeinsam mit „Otti“ und Martin Pfeffer sorgt mit dem „Regenbogen Zwei Kickstart“ montags bis freitags von 5 bis 10 Uhr für den schwungvollen Start in den Tag. 

Können Sie sich noch an Ihre erste „Begegnung“ mit dem Radio erinnern?

Cristina Klee: Ja, denn ich habe schon als kleines Kind Radio geliebt! Eine meiner schönsten Erinnerungen: Am Freitagabend zu „Charly 2000“ auf Radio Regenbogen Sport zu machen oder mit meinen Freundinnen unsere Lieblingsmixtapes auf Kassette aufzunehmen. Dass ich heute selbst für Radio Regenbogen arbeite, hätte ich damals nie geglaubt.

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Martin Pfeffer: Beim Auftritt mit meiner ehemaligen Rockband ist ein Radiosender auf meine Stimme aufmerksam geworden. Eine Woche später hatte ich ein Praktikum in der Tasche. Seitdem hänge ich am Mikrofon und das ziemlich gerne.

Was haben Sie damals mit dem Radio verbunden – und was heute, auch beruflich bedingt?

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Cristina Klee: Ganz viel Spaß durch die Lieblingsmusik, Information und Verbundenheit. Radio schafft es, eine Beziehung zum Hörer aufzubauen. Für mich waren die Moderatoren wie Nachbarn, Freunde. Also wie jemand, den man gut kennt und mit dem man auch lachen kann. Genau das ist es, was mir als Morgenshow-Moderatorin superwichtig ist: Der Kontakt zu meinen Hörern nicht nur übers Telefon, sondern auch auf gemeinsamen Events und die Nähe zur Region! Diese Aspekte sind während der Corona-Pandemie noch wichtiger geworden. Familien können sich nicht gegenseitig besuchen, haben Sorgen. Radio kann hier Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl schaffen. Zum einen durch regionale Infos, aber auch Grüße an die Großeltern oder durch gemeinsames Singen wie bei unserer Radio Regenbogen-Aktion „Wir singen zusammen“.

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Daniel "Otti" Ott: Damals wie heute: Musik, gute Laune, lockere Sprüche und emotionale Geschichten!

Martin Pfeffer: Als ich noch Tonbeiträge mit der Schere geschnitten habe, fand ich es ziemlich aufregend, den ganzen Tag lang Rockmusik hören zu können und dass Menschen an meinen Lippen kleben. Das Mikro einschalten ist für mich auch heute noch wie der Gang auf eine große Konzertbühne. Dass ich mit meiner jetzigen Rockband auf einer Regenbogen-Zwei-Bühne stehen darf, ist für mich wie ein Sechser im Lotto.

Welchen Herausforderungen sieht sich Radio heute gegenübergestellt?

Cristina Klee: Radio muss sich mehr denn je weiterentwickeln und alle Kanäle miteinander verbinden. Heißt: Die Informationen und emotionalen Geschichten nicht nur über den Sender transportieren, sondern gleichzeitig auch ein Allroundpaket schnüren – Video, Social Media und Audio müssen verschmelzen. Das verlangt von uns Radiomachern mehr denn je Kreativität, Offenheit, einen Rundumblick und die Erweiterung unserer Talente. Wir treten mehr denn je aus unserer Komfortzone raus. Wir haben mehr denn je Kontakt mit unseren Hörern, wissen mehr als je zuvor über unsere Region, können aber auch mehr glänzen und Nähe schaffen. Dadurch, dass wir etwa den gleichen Dialekt sprechen – mein Kollege „Otti“ auf Pfälzisch, ich auf Badisch – und unsere Hörer verstehen, weil wir vom gleichen Schlag sind. Eine Herausforderung, die richtig viel Spaß machen kann – jeden Tag aufs Neue!

Martin Pfeffer: Den Wahrheitsgehalt einer Meldung erfassen, die Hörer kennen – auch deren Schwächen und natürlich die Musiklandschaft, die sich durch Streaming stark verändert hat, das sind für mich die größten Herausforderungen. Dass mich Menschen auf der Straße ansprechen oder anschreiben und sich für die tolle Musik bedanken, zeigt, dass wir im Team den Spagat gut hinbekommen. Darauf können wir alle stolz sein.

Sehen Sie individuelle Audioangebote wie Podcast als „Freund“ oder „Feind“?

Daniel "Otti" Ott: In erster Linie als Chance. Es gibt viele Inhalte, die Radio in der Kürze der Zeit nicht senden kann oder die thematisch gerade nicht passen, aber dennoch interessant sind. Podcasts bieten eine schöne Möglichkeit, weiterführende Inhalte oder ausführliche Gespräche den Hörern zeitunabhängig zu liefern sowie thematische Schwerpunkte gezielt zu behandeln. So etwa mit unserem Radio-Regenbogen-Podcast „Das Starinterview“. Da hat jeder die Möglichkeit, auch mal ein komplettes Gespräch mit einem Promi zu hören und nicht nur Ausschnitte daraus.

Martin Pfeffer: Definitiv als Freund. Schneller und intensiver kann man als Radiomacher seine Themen nicht transportieren. Zum Beispiel im neuen Podcast von Regenboten Zwei „Meilensteine“ oder im „Audiobeweis“, der Plattform für unsere Eishockeycracks. Solche Tools sind für Hörer rund um die Uhr erreichbar, allerdings fällt beim Podcast die Interaktivität weg, so dass man nicht aktiv mitreden kann. Aber dafür ist ja noch das Radio da.

Wenn Sie sich persönlich zum Welttag des Radios einen Beitrag – egal ob dokumentarisch, nachrichtlich oder musikalisch – wünschen könnten, welcher wäre das und warum?

Daniel "Otti" Ott: Ich lache gerne. Deshalb möchte ich die gesammelten „allerwitzigsten Versprecher“ von Cristina Klee und mir am Morgen – und danach „Always look on the bright side of life“ hören.

Martin Pfeffer: Jeden Morgen Rockmusik hören, über aktuelle Themen mit Hörern reden, dann aus dem Bauch heraus auch noch meine persönlichen Gefühle und Erfahrungen einbringen und dann auch noch immer die richtige Sprache zu den einzelnen Themen finden, die Hörer motivieren, ihnen die Möglichkeit geben, sich an meinen Aussagen zu reiben.

  • Hinweis: Die Überschrift dieses Artikels stammt aus dem Refrain des Liedes „On the Radio“ (zu deutsch: „Im Radio“) der US-Sängerin Donna Summer (1948 – 2012). Es ist auf dem Album „Bad Girls“ (Veröffentlichung: 1979) zu finden.

Ein weiteres Interview zum Welttag des Radios mit Dagmar Schmidt, Leiterin des SWR-Studios Mannheim-Ludwigshafen, gibt es hier.

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Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.