AdUnit Billboard
Gemeinschaftsschule Waghäusel

Perspektivwechsel: Schüler gehen fast blind durch Hindernisparcours

Von 
zg
Lesedauer: 

Waghäusel. Unter dem Motto „Neue Einsichten – neue Aussichten“ macht das Erlebnismobil der Christoffel-Blindenmission (CBM) an der Gemeinschaftsschule Waghäusel Station. Am Freitag, 15. Oktober, können Schüler erleben, was es heißt, nahezu blind zu sein. Ausgestattet mit der Simulationsbrille und einem Langstock gehen die Schüler blind durch einen kurzen Hindernisparcours. Für einige Minuten müssen sie sich ganz auf ihren Tast- und Hörsinn verlassen. Schon eine Mülltonne oder eine Treppenstufe sind dadurch in dem zehn Meter langen Gang eine echte Herausforderung. Die Kinder und Jugendlichen erleben die Welt aus der Perspektive sehbehinderter Menschen. Sie nehmen den Wechsel des Bodenbelags bewusster wahr und lassen sich von Geräuschen leiten.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1
Es ist eine kleine Herausforderung „blind“ durch den kurzen Hindernisparcours zu gehen. © CBM

Offene Einblicke in den Alltag eines blinden Menschen

„Schaut mit den Ohren“ – diesen Tipp gibt der externe CBM-Mitarbeiter Dirk Graf-Frömke, selbst vor 27 Jahren erblindet, wenn er Interessierten den Umgang mit dem Taststock erklärt. In Ravensburg hat er seinen Blindenführhund „Herr Lasse“ dabei und erzählt den Kindern und Jugendlichen zunächst, wie der Hund ausgebildet wurde. Gleichzeitig spricht Dirk Graf-Frömke offen über seine Erblindung und die Herausforderungen, denen er sich immer wieder im Alltag stellen muss. Er beantwortet auch persönliche Fragen der Schüler. Ihm ist es wichtig zu zeigen, dass Menschen mit Sehbehinderungen ein eigenständiges Leben führen, aber auch vor Schwierigkeiten stehen, die einem Sehenden nicht sofort bewusst sind.

Zusätzlich können die Schüler etwas über die Braille-Blindenschrift lernen. Weitere Hilfsmittel wie eine Brille, die die Speisekarte vorlesen kann oder ein Produktscanner, der beim Einkaufen die Produkte vorliest, lernen die Schulklassen kennen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Bundesweite Aktionswoche im Oktober

Die Woche des Sehens findet von Freitag, 8., bis 15. Oktober statt. Schirmherrin ist die Fernsehjournalistin Gundula Gause. Die Partner und Veranstalter der Aufklärungskampagne machen bundesweit mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam.
Getragen wird die Woche des Sehens von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von Aktion Mensch und ZEISS. Mehr unter www.woche-des-sehens.de

Über die CBM

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den international führenden Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt – und das seit mehr als 110 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafür, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Sie leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. Ziel ist eine inklusive Welt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand zurückgelassen wird. Im vergangenen Jahr förderte die CBM 460 Projekte in 48 Ländern. Mehr Infos gibt's hier.
 

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1