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Schwetzingen

Protest-Spaziergang auf dem Schlossplatz gegen die Impfpflicht

In Schwetzingen gingen am Montagabend wieder Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Impfpflicht zu protestieren.

Von 
Marco Montalbano
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Zuletzt hatte es mehrfach sogenannte "Spaziergänge" als Protest gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. © Marco Montalbano

Schwetzingen. In der Spargelstadt gingen am Montagabend wieder Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Impfpflicht zu protestieren. In lockeren Gruppen „spazierten“ sie von der Bahnhofsanlage über die Carl-Theodor-Straße, vorbei am Rathaus, über die Dreikönig- und Mannheimer Straße. Viele von ihnen hatten Kerzen in der Hand, andere Lichterketten um den Hals. Die Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren vor Ort. Der Protest verlief friedlich.

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„Wir sind gegen eine allgemeine Impfpflicht. Wir leben – noch – in einer Demokratie, in der man nicht zu etwas gezwungen werden darf“, sagt ein etwa 40-jähriger Spazierender. Wie die anderen Teilnehmer möchte er seinen Namen nicht nennen. Die Gefahr der Stigmatisierung in einem mehr als aufgeheizten gesellschaftlichen Klima sei zu groß, meint er. „Die stellen einen einfach in die rechte Ecke. Eine faktenbasierte Diskussion wird da von vornherein abgewürgt“, teilt er weiter mit.

Immer in Bewegung

In kleinen Gruppen marschieren die Teilnehmer immer weiter, vorbei am Rathaus, vor dem mehrere Polizisten abwartend das Geschehen beobachten. Am Eingang zur Dreikönigstraße steht Einsatzleiter Pascal Seidel. „Bis jetzt verläuft alles ruhig“, sagt er und ergänzt: „Wenn sich die Leute versammeln, werden wir einschreiten.“ Noch ist dies nicht der Fall. Doch auf einmal bleiben rund 100 „Spaziergänger“ auf dem Schlossplatz stehen. Ein Mann steigt auf eine Bank. „Wir müssen uns aufteilen. Es dürfen nie zu viele auf einmal sein. Verteilt euch auf beide Seiten des Platzes“, fordert er auf. Im Gespräch erklärt er die Bedeutung des Protests und erzählt später im Gespräch vom Montag zuvor: „Wir protestieren friedlich. Wir sangen Weihnachtslieder. Da bauten die Ordnungskräfte eine Wand auf.“

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dls / seko / dpa
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Noch sehen die Polizisten zu, dann setzen sich die Beamte in Bewegung. Die Menschen gehen weiter. Ordnungsamtsleiter Seidel antwortete auf unsere Frage, ob eine Demonstration gegen die allgemeine Corona-Impfpflicht auf Antrag genehmigt würde: „Ja, sicher. Dann müssten aber Verantwortliche benannt werden. Es würde ein Kooperationsgespräch stattfinden und Hygienemaßnahmen festgelegt.“ Eine Protest-Spazierende reagierte skeptisch: „Ich glaube das nicht, dass eine Demo genehmigt würde, egal, was gesagt wird. Sie wollen uns mundtot machen, aber wir kommen wieder.“

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Freier Autor Freier Journalist. Davor Pressereferent. Studium der Politikwissenschaft.

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