Städtepartnerschaft - Spoleto von Corona hart getroffen „Region hat sehr gelitten“

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Zu den Corona-Zahlen aus der italienischen Partnerstadt Spoleto (wir berichteten) hat Gaia Romana Contardi noch nachgeschickt, wie die Lage dort ist. „Generell hat die Region sehr gelitten“, sagt sie. „Denn von Ende Dezember bis Februar waren wir in der Roten Zone, als ein totaler Lockdown herrschte. Die Schließung vieler Aktivitäten aufgrund der gesundheitlichen Notlage hat eine wirtschaftliche Krise verursacht“, berichtet die 28-Jährige, die einige Zeit in Schwetzingen gearbeitet hat. Um Menschen in existenziellen Nöten zu helfen, verschenke die Stadt Spoleto Lebensmittelgutscheine an die Spoletiner mit geringem Einkommen.

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Viele Diskussionen habe es über die Situation des Krankenhauses gegeben. Zurzeit seien einige Abteilungen der Klinik nach Foligno verlegt worden, in Spoleto würden fast ausschließlich Covid-Patienten behandelt. „Einige Spoletiner haben sich gegen diese Entscheidung der Region gestellt“, berichtet Contardi, der es persönlich sehr gut geht. Positiv sei, dass Schnelltestes überall günstig und verfügbar seien. Sie nutzt das häufig, wenn sie ihre über 80-jährige Großmutter besucht, die mit Biontech-Pfizer geimpft sei: „Aber ich lasse mich immer testen, wenn ich sie besuchen will.“

Nächtliche Ausgangssperre

Umbrien sei inzwischen „Orange Zone“. Bis 6. April sei es auf dem gesamten Staatsgebiet untersagt gewesen, sich von einer Region in die andere zu bewegen, außer aus Arbeitsgründen, aus Gründen der Notwendigkeit oder aus gesundheitlichen Gründen. „Besuche von Bekannten und Verwandten außerhalb der Region sind untersagt.“ In den „Orangenen Zonen“ blieben die Bars, Restaurants, Kinos und Theaters geschlossen. Nur die Läden seien geöffnet. Die nächtliche Ausgangssperre gilt von 22 bis 5 Uhr.

Inzwischen sei eine Vereinbarung zwischen der Region Umbrien und Hausärzten für die Impfung unterschrieben worden. Die Impfung der Bürger im Alter zwischen 70 und 79 Jahren – etwa 80 000 in Umbrien – wird in wenigen Tagen, spätestens in der ersten Woche des Aprils, starten. Die Ü70 werden direkt angerufen. Bis zum Ende des Monats werden in Umbrien weitere 18 200 Dosen von Astrazeneca, 8400 von Moderna, und 18 720 von Pfizer ankommen. ali

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